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22.02.2018, 17:32 Uhr KOMMENTAR

Zum Masterplan in Papenburg: Nicht auf die Bremse treten

Kommentar von Gerd Schade

Zukunftsvision: So könnte es eines Tages auf dem Gelände hinter dem Theater (l.) und der Alten Kesselschmiede aussehen. Grafik: Dan PearlmanZukunftsvision: So könnte es eines Tages auf dem Gelände hinter dem Theater (l.) und der Alten Kesselschmiede aussehen. Grafik: Dan Pearlman

Papenburg. Die Auflösungsversammlung des Papenburger Landesgartenschaufördervereins hat Licht und Schatten der spektakulären Großveranstaltung noch einmal deutlich werden lassen. Ein Kommentar.

Wer sich erinnert, welches Bild der Stadtpark vor der Schau abgegeben hat und wie er sich seither zu einem sehenswerten Naherholungsgebiet für Groß und Klein entwickelt hat, kann sich über die nachhaltige Aufwertung nur freuen. Dasselbe gilt für die Bahnspange. Ohne die Landesgartenschau hätte es keine Landes-Fördergelder für das wichtige Infrastrukturprojekt mit direkter Verbindung bis in Richtung Völlen gegeben.

Dass die Errungenschaften am Ende allerdings (zu) teuer erkauft worden sind, liegt am katastrophalen Kostenmanagement der Stadt. Das millionenschwere Versagen und dessen Auswirkungen haben dafür gesorgt, dass der nicht von der Hand zu weisende Erfolg der Schau einen langen und dunklen Schleier hinter sich herschleppt, den Papenburg gerade in der Nachbetrachtung des blühenden Spektakels nicht abstreifen kann.

Umso mehr muss der Blick nun klar und fest nach vorn in Richtung Blumenschau 2019, vor allem aber auch in die Umsetzung des Masterplans Alte Werft gehen. In den Überlegungen zur Gesamtneuerschließung des Geländes unter anderem mit offener Bühne zwischen Alter Kesselschmiede und Theater, Kaffeerösterei und Schokoladenmanufaktur steckt unheimlich viel Potenzial. Hier scharren die Investoren mit den Füßen.

Da ist es kein gutes Zeichen, wenn ungeduldiges Murren über das Arbeitstempo im Rathaus lauter wird. Der Masterplan braucht Schwung und keinen unnötigen Tritt auf die Erfolgsbremse.


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