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21.02.2018, 17:03 Uhr KOMMENTAR

Hand in Hand zur Rettung der Störche im nördlichen Emsland

Kommentar von Katharina Preuth

Ein Weißstorchenpaar ist auf einem überschwemmten Feld auf der Suche nach Regenwürmern. Foto: Arne Dedert/dpaEin Weißstorchenpaar ist auf einem überschwemmten Feld auf der Suche nach Regenwürmern. Foto: Arne Dedert/dpa

Aschendorf. Obwohl gerade erst eine Familie ein Storchenest in Aschendorf errichtet hat, sind Störche selten im nördlichen Emsland. Um Störche, Insekten und andere Vögel zurückzuholen müssen Landwirte und Naturschützer Hand in Hand zusammen arbeiten. Ein Kommentar

Seit fast 40 Jahren gibt es keine Störche mehr im nördlichen Emsland. Doch nicht nur Störche verschwinden, auch Insekten und andere Vögel verzeichnen drastische Rückgänge.

Die Zahlen sind alarmierend: 2017 gab es 75 Prozent weniger Insekten in Deutschland als noch 1989, so eine langjährige Studie von deutschen, niederländischen in britischen Wissenschaftlern. Und bei den Vögeln ist es kaum besser: Eine Auswertung des Nabu ergab, dass Deutschland innerhalb von zwölf Jahren 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren hat, das sind minus 15 Prozent. Beide Studien führen als einen Grund den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat an.

Schnell wird der Landwirt in diesem Zusammenhang als der Schuldige ausgemacht, obwohl er nicht gegen das Gesetz verstößt. Doch so einfach ist es nicht. Die Bauern stehen unter enormem wirtschaftlichem Druck. Sie haben mit Preisverfall und Ernteausfällen zu kämpfen und müssen ihr eigenes Überleben sichern, wobei Eingriffe der Politik direkt den Druck erhöhen.

Dennoch darf die Natur nicht vernachlässigt werden. Naturschutzverbände und Landwirte müssen Hand in Hand arbeiten. Es gibt keinen anderen Weg.


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