Weniger Chemie, mehr Kompost Gartenausstellung im Papenburger Rathaus

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Für die Pflege der Kanäle muss die Stadt Papenburg jedes Jahr viel Geld aufwenden. Wenn weniger Nitrat ins Wasser gelangt, sinken auch hierfür die Kosten. Außerdem verbessert sich die Grundwasserqualität. Foto: Stadt PapenburgFür die Pflege der Kanäle muss die Stadt Papenburg jedes Jahr viel Geld aufwenden. Wenn weniger Nitrat ins Wasser gelangt, sinken auch hierfür die Kosten. Außerdem verbessert sich die Grundwasserqualität. Foto: Stadt Papenburg

Papenburg. Die Ausstellung „Naturnaher Garten“ der Naturschutz-Arbeitsgemeinschaft (AG) Unterems empfiehlt weniger Dünger und Chemie beim Gärtnern. Sie wird beim Bau- und Umweltausschusses am Mittwoch um 17 Uhr im Sitzungssaal des Papenburger Rathauses vorgestellt.

Zwei Wochen lang werden die zwölf verschiedenen Informations- und Schautafeln vor dem Sitzungssaal für die Gäste aufgestellt. „Wir wollen damit zeigen, wie lebenswert und hochwertig ein naturnaher Garten sein kann“, erklärt Leo Schwarte von der AG Unterems. Die Arbeitsgruppe setzt sich für weniger Chemie und Dünger in der Gartenpflege ein. „Unserer Ausstellung passt genau zum Tagesordnungspunkt drei des Bau- und Umweltausschusses. Dabei geht es darum, dass weniger Nitrat ins Wasser und vor allem in die Kanäle gelangt“, betont Schwarte.

„Viele Gartenliebhaber wissen gar nicht, was sie mit übermäßigen Düngen und Einsatz von Chemikalien anrichten. Darunter leidet nicht nur das Grundwasser, vor allem die Kanäle in Papenburg werden dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen“, so Schwarte. Denn der starke Nitrateintrag bedeute ein schnelleres Algenwachstum. Diese setzen sich dann am Kanalboden ab und befördern so die Verschlammung.

Viel Geld für Kanalpflege

„Die Stadt Papenburg gibt viel Geld für die Baggerkampagnen der Kanäle aus. Das Problem begleitet uns schon seit vielen Jahren“, sagt auch Papenburgs Stadtbaurat Jürgen Rautenberg. Darum muss es unser Ziel sein, insbesondere den Eintrag von Gärten und Privatflächen zu verringern.“ Allein im Haushalt 2018 der Stadt Papenburg ist mit 100.000 Euro wieder eine hohe Summe für die Baggerung der Kanalsohle vorgesehen. „Diese Kosten müssen wir langfristig senken“, so Rautenberg.

Die Ausstellung gebe dabei Tipps, die den Garten nicht nur verschönern, sondern auch den Einsatz von Dünger und Chemie reduzieren. Dazu zählen unter anderem der Einsatz von Kompost, das Sammeln von Regenwasser in Tonnen oder auch der Einsatz von heimischen und standortnahen Pflanzen und Bäumen. Wer Interesse hat, kann sich die Ausstellung der AG Unterems jederzeit kostenlos zu den Öffnungszeiten des Rathauses vom 21. Februar bis zum 6. März ansehen. Die AG Unterems besteht aus Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu), des Bundes für Umwelt und Naturschutz (Bund) sowie der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems (BSH).


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