In der HÖB Bei der Papenburger Kinderakademie die Sinne entdecken

Von Katja Daron


kda Papenburg. „Den Sinnen auf der Spur – wie unsere Sinne uns täuschen können“, unter diesem Motto hat die vierte Papenburger Kinderakademie in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) gestartet.

Eingeladen waren Kinder der Schulklassen drei bis sechs, denen Doktorandin Antje Saathoff und Biologie-Didaktikerin Isabelle Plewka von der Universität Oldenburg wissenschaftliche Fragen über unsere Sinne beantwortet haben.

In ihrem 90-minütigen Vortrag haben sie auf spielerische Art und Weise versucht, den Kindern die Thematik näherzubringen. Zu Beginn durften die 16 Kinder richtig Krach machen und schafften es auf 110 Dezibel, ein normales Gespräch erzeugt 65 Dezibel und ein Gewehrschuss in etwa 140 Dezibel.

Sinne können täuschen

Sie wurden durch Quizfragen in die Vorlesung eingebunden, die die Kinder mit Leichtigkeit und großem Interesse beantworteten. Dass die Piraten die Augenklappen nicht aus modischen Gründen trugen, sondern um unter Deck mit dem trainierten Auge besser bei schlechten Lichtbedingungen sehen zu können, fanden die Kinder schnell heraus. Dass aber auch wir von unseren Sinnen getäuscht werden können, verdeutlichten die Wissenschaftlerinnen anhand von mehreren Experimenten zum Mitmachen. So scheint ein Schwarz-Weiß-Bild des Meeres für einen Moment türkis zu sein, wenn man vorher das gleiche Bild in entsprechenden Komplementärfarben gesehen hat.

Bei weiteren Versuchen steckten Kinder einfache Formen mit Stecknadeln in ein Kissen und stellten fest, dass diese blind nur schwierig zu ertasten sind. Auch scheinbar eindeutige Gerüche, wie Kaffee oder Pfefferminz, waren in blickdichten Gläsern nicht mehr leicht von anderen zu unterscheiden.

Das Ziel der Veranstaltung ist „den Kindern Freude am Lernen zu bereiten“, so Kerstin Haucke. Sie ist seit zweieinhalb Jahren Bildungsreferentin an der HÖB. Die Kinder seien immer begeistert und einige kämen bereits zum wiederholten Male.

Zum vierten Mal

Weil in näherer Umgebung keine Hochschule ist, sind die Veranstalter froh, die Dozenten für die Kinderakademie in den ländlichen Raum holen zu können. Neben der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg kooperiert die HÖB dieses Jahr mit der Universität Vechta und der Nationalparkverwaltung des niedersächsischen Wattenmeeres.

Bereits zum vierten Mal veranstaltet die Bildungsstätte die Kinderakademie und weiht Kinder spielerisch in die Geheimnisse des Wissens ein. An insgesamt vier Terminen versuchen Wissenschaftler und Experten mit spannenden Vorträgen und Experimenten Antworten zu geben auf „Fragen, die die Welt bewegen“, so der Leitsatz der Veranstaltungsreihe.

Die nächste Kinderakademie findet am Donnerstag, 22. Februar, um 17. Uhr in der HÖB statt und behandelt das historische Thema: „Napoleon in Deutschland und die Schatzsuche im Archiv“. Am Samstag, 3. März geht es um Nachhaltigkeit und der vierte Termin, Mittwoch, 11. April, steht unter dem Motto „Einmal Tundra und zurück mit Zwischenstopp im Wattenmeer – Zugvögel auf ihren Reisen“.