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19.02.2018, 17:34 Uhr KOMMENTAR

Anliegen des Papenburger Blindenstammtisches berechtigt

Kommentar von Christian Belling

Der Papenburger Stammtisch „Sehen“ macht auf Mängel aufmerksam, von denen Blinde und Sehbehinderte insbesondere im Straßenverkehr betroffen sind. Symbolfoto: Michael GründelDer Papenburger Stammtisch „Sehen“ macht auf Mängel aufmerksam, von denen Blinde und Sehbehinderte insbesondere im Straßenverkehr betroffen sind. Symbolfoto: Michael Gründel

Papenburg. In Papenburg hat sich der Stammtisch „Sehen“ gebildet, der sich für die Belange sehbehinderter und blinder Menschen einsetzt. Ein Kommentar.

Nichts sehen zu können – egal ob von Geburt an oder im Verlaufe des Lebens – ist schlimm. Noch schlimmer ist allerdings, wenn den Betroffenen bei der Bewältigung des Alltags wenig Unterstützung geboten wird.

Dass der Papenburger Blindenstammtisch „Sehen“ gleichermaßen sehbehinderten und blinden Menschen sowie den Angehörigen eine Plattform zum Austausch bietet, ist wichtig. Doch dabei darf es nicht bleiben. So hat es sich der Stammtisch ebenfalls richtigerweise zur Aufgabe gemacht, auf Missstände und Verbesserungspotenziale in der Fehnstadt hinzuweisen. Die Forderungen nach der Gründung eines Behindertenbeirates sowie einem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs sind die ersten berechtigten Anliegen des Stammtisches.

Dabei fängt Papenburg nicht bei null an und steht der Gruppe zufolge im Vergleich zu Nachbargemeinden „einigermaßen gut da“. Darauf lässt sich aufbauen. Vorbild könnte das „Leewerk“ in Leer sein. Die Gesellschaft bietet Unterstützungen für Menschen mit Behinderungen wie Fahrdienste sowie Einkaufs- und Haushaltshilfen an.


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