Nach Mediation vor Arbeitsgericht Hängepartie zwischen Papenburg und Ex-Kulturamtschef geht weiter

Von Gerd Schade

In Papenburg geht das arbeitsrechtliche Ringen um den Fachbereich Kultur weiter. Foto: Stadt Papenburg/ArchivIn Papenburg geht das arbeitsrechtliche Ringen um den Fachbereich Kultur weiter. Foto: Stadt Papenburg/Archiv

Papenburg. Die arbeitsrechtliche Hängepartie zwischen der Stadt Papenburg und ihrem langjährigen Kulturamtsleiter Marco Malorny geht auch nach einem Mediationsgespräch vor dem Arbeitsgericht Osnabrück weiter. Beide Seiten betonen aber, dass sie sich „weiterhin in guten und konstruktiven Gesprächen befinden“.

Zu Einzelheiten des vermittelnden Gesprächs, das hinter verschlossenen Türen stattfand, wollten auf Anfrage unserer Redaktion aber weder Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU), Malorny noch ein Gerichtssprecher etwas sagen. „Derzeit werden weitere Gespräche geführt, die das Ziel der konstruktiven Zusammenarbeit haben“, teilen Bechtluft und Malorny in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die bestehenden Fragestellungen würden zwischen der Stadt und Malorny „auf offener und vertrauensvoller Basis“ miteinander erörtert. Grundlage für die Arbeit in den jeweiligen Fachbereichen sei die im vergangenen Oktober getroffene Einteilung.

Im Zuge der juristischen Auseinandersetzung war die Stadt im Herbst teilweise zurückgerudert und hatte Malorny wieder mit Leitungsfunktion ausgestattet. Dafür war neuer Fachbereich (Museen/Soziokultur) geschaffen worden. Im Frühjahr 2017 hatte Bechtluft Malorny die Leitung des Fachbereichs Kultur entzogen, die dieser fast neun Jahre innegehabt hatte. Eine offizielle Begründung für den Schritt gab es nicht. Malorny sollte die neu geschaffene Stelle eines Museumsbeauftragten bekleiden. Zwischenzeitlich stellte die Verwaltung Ansgar Ahlers als neuen Kulturreferenten ein. Zuletzt hatte der Kulturamtsstreit die Arbeit des Fördervereins Freundeskreis Gut Altenkamp belastet.