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15.02.2018, 18:36 Uhr EIN KOMMENTAR

Papenburger SPD-Mitglieder müssen konsequent bleiben

Kommentar von Katharina Preuth

Die Mitglieder der SPD können ab dem 20. Februar über die Große Koalition abstimmen. Foto: Bernd Thissen/dpaDie Mitglieder der SPD können ab dem 20. Februar über die Große Koalition abstimmen. Foto: Bernd Thissen/dpa

Papenburg. Viel Kritik an dem Koalitionsvertrag hagelt es von der Papenburger SPD auf einer Bürgerversammlung. Dennoch wollen einige Mitglieder für die Groko stimmen. Nach der harschen Kritik sollten sie auch konsequent bleiben und mit Nein voten. Ein Kommentar.

In einer Bürgerversammlung hat die Papenburger SPD über den Koalitionsvertrag diskutiert. Viel Kritik üben die anwesenden Mitglieder an der Politik, die eine Große Koalition verspricht. Sie würden weder die Handschrift der SPD noch große Visionen erkennen. Konsequenterweise sollten genaue diese Mitglieder gegen das Bündnis aus CDU/CSU und SPD stimmen.

Die Mitglieder äußern viel Kritik und kaum lobende Worte. Hinzu kommen unsägliche Personaldebatten und -entscheidungen auf Bundesebene, die die Meinung der Basis ebenfalls beeinflussen. Und trotzdem tendieren nicht wenige von ihnen zu einem Votum für das Bündnis.

Dann müssen sie aber bedenken, dass sie als SPD-Mitglieder mit den oft zurecht geäußerten Kritikpunkten leben müssen und sie womöglich in Diskussionen verteidigen– sollte es denn zu einer Regierung kommen.

Natürlich sehen die Alternativen für die SPD nicht rosig aus. Nach Neuwahlen würden sie, aktuellen Insa-Umfragen zufolge, nur 1,5 Prozentpunkte vor der AfD landen. Dennoch gilt es, aus Überzeugung zu wählen. Und wem der Koalitionsvertrag nicht gefällt, darf Nein sagen.


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