Flurbereinigung abgeschlossen 7,18 Millionen Euro in Aschendorf investiert

Von Insa Pölking


isp Aschendorf. Nach 47 Jahren ist in Aschendorf das Flurbereinigungsverfahren Aschendorf-Süd nun offiziell abgeschlossen worden. In den vergangenen Jahrzehnten wurden Investitionen von insgesamt rund 7,18 Millionen Euro getätigt.

Wie Theodor Büldt, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Aschendorf-Süd auf der Abschlussveranstaltung, erklärte, habe sich die „Flurbereinigung“ unter anderem um den Ausbau der Gräben, den Straßen- und Wegebau sowie die Neuanpflanzung und die Zusammenlegung von Flächen gekümmert. Als besonderes Ereignis nannte Büldt den Bau der Autobahn (A) 31. Diese wurde zwischen 1975 und 2004 unter finanzieller Mithilfe der anliegenden Regionen gebaut. „Es ist hier viel geschaffen worden“, lobte der Vorsitzende die Entwicklung der Region. „Und dazu hat die Flurbereinigung sicher auch ihren Teil beigetragen.“

3500 Hektar und knapp 800 Teilnehmer

Das Flurbereinigungsgebiet umfasste eine Größe von etwa 3500 Hektar sowie knapp 800 Teilnehmer. „Wir haben noch ganz genau das Bild vor Augen“, erinnerte sich Büldt. „Das erste Treffen im Gasthof Tepe und jeder Platz war besetzt.“

Anita Schleper, Leiterin des Teildezernats „Flurbereinigung/Landmanagement“ in Meppen am Amt für regionale Landesentwicklung (ArL), teilte auf dem Treffen mit, dass von den investierten 7,18 Millionen Euro etwa zwei Millionen in den Wegebau geflossen seien. Etwa 20 Kilometer an Straßen- und Wegenetz seien in dieser Zeit im Flurbereinigungsgebiet Aschendorf-Süd ausgebaut worden. Drei Millionen Euro flossen laut Schleper in Gewässerbauarbeiten und für gut eine Million wurden Vermessungsarbeiten in dem Gebiet durchgeführt.

Besonders lobte Schleper die gelungene Verlegung der Rheiderlandstraße. „Und auch die Gründung des Wasser- und Bodenverbandes Aschendorf war ein ganz entscheidender Schritt“, so Schleper. „Für ihre Ausdauer, die Unterstützung und ihr Durchhaltevermögen möchte ich mich bedanken“, dankte Schleper dem Vorstand. „Auch wenn ihre Arbeit in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund gerückt ist, so können sie doch stolz sein auf ihre Leistungen, die für ihren Lebensraum viel bewirkt haben.“

Drei Gründungsmitglieder geehrt

Ein besonderer Dank galt außerdem den drei Gründungsmitgliedern Anton Bröer, Theodor Büldt und Bernhard Springfeld, die bis zum Abschluss in diesem Jahr das Verfahren begleitet haben. „Mit einem Verfahren von 46,5 Jahren waren sie der Spitzenreiter“, sagte Ralf Krummel, Leiter des Dezernats „Flurbereinigung/Landmanagement“ am ArL Weser-Ems. „Sie waren stets bemüht, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, und haben zudem Weitblick und Gemeinschaftssinn bewiesen.“