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13.02.2018, 18:36 Uhr KOMMENTAR

Zur Fastenzeit im nördlichen Emsland: Zur Ruhe kommen

Kommentar von Katharina Preuth

Für die Christen beginnt mit Aschermittwoch die 40 Tage lange Fastenzeit. Foto: Nicolas Armer/dpaFür die Christen beginnt mit Aschermittwoch die 40 Tage lange Fastenzeit. Foto: Nicolas Armer/dpa

Papenburg. Mit Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Der Papenburger Dechant Franz-Bernd Lanvermeyer nutzt die vorösterliche Zeit, um zur Stille zu finden. Diese Idee hat Vorbildcharakter. Ein Kommentar.

Für den Papenburger Dechant Franz-Bernd Lanvermeyer beginnt mit Aschermittwoch eine Zeit der Stille. Statt auf Fleisch oder Alkohol zu verzichten, wie viele andere in der Fastenzeit, möchte er im Gebet zur Ruhe zu kommen. Dieser Vorsatz ist aller Ehren wert.

Denn ob gläubig oder nicht, eine Zeit der Entspannung und der Besinnlichkeit würde vielen guttun. Weihnachten hat schon längst als Zeit der Besinnlichkeit ausgedient. Zwischen Geschenken kaufen und Verwandtenbesuche bleibt kaum die Ruhe um durchzuatmen, geschweige denn zu sich selbst zu finden. Warum nicht die vorösterliche Zeit dafür nutzen? Tatsächlich gibt es mittlerweile therapeutisches Achtsamkeitstraining oder Schweigeseminare auch für Menschen, deren Dauerstress zu einem körperlichen Leiden geführt hat. Das muss nicht sein.

Die Idee des Dechants, die Fastenzeit als Tage des Entspannens zu sehen, kann als Vorbild dienen, Es müssen ja nicht unbedingt das Gebet und die Verbindung zu Gott im Fokus stehen, aber sich besonders um die Nächsten, wie den Partner oder Freunde, zu kümmern, ist ein christlicher Gedanke, der auch in einer säkularen Welt greift, in der die Zeit nie reicht und das wichtige zu kurz kommt.


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