Wildpinkler, Glasbruch, Müll PCV weist Kritik zum Ärger beim Zug am Gasthauskanal zurück

Von Daniel Gonzalez-Tepper


Papenburg. Der Papenburger Karnevals Verein (PCV) weist Kritik am Verhalten von Zuschauern während des Karnevalsumzugs im Bereich Gasthauskanal zurück. Anwohner hatten über Wildpinkler, viel Glasbruch und Müll auf den Straßen geklagt.

Wie bereits in den Vorjahren waren besonders viele Menschen zu den Freiflächen am Autohaus Ahrens und Babyland gekommen. Einige Meter weiter Richtung Hauptkanal hatte die Kneipe Li Märdin einen Pavillon und einen Discjockey auf dem Parkplatz platziert, auch hier feierten insbesondere junge Leute. In beiden Bereichen gab es die genannten Beschwerden, in einigen wenigen Kommentaren in sozialen Netzwerken ist sogar von Sachbeschädigungen an Privathäusern und körperlichen Auseinandersetzungen die Rede. Einige sehen den PCV in der Verantwortung, für mehr Ordnungskräfte zu sorgen, mehr Toiletten aufzustellen oder gar die Sachbeschädigungen zu bezahlen.

PCV: Zugteilnehmer haben sich tadellos verhalten

Zugmarschall Bernd Hinrichs weist die Kritik und auch die Forderung von sich. „Wir können nicht für alles haftbar oder verantwortlich gemacht werden. Für die Zugteilnehmer kann ich sagen, dass sich alle vorbildlich verhalten haben“, so der PCV-Verantwortliche. Ihm sei eine Ermahnung bekannt, die an einen Teilnehmer des Zugs gegangen sei, der sich danach aber tadellos verhalten habe. An der kontroversen Diskussion in einer Papenburger Facebookgruppe hatte sich auch Gabriele Hinrichs beteiligt und die Meinung ihres Mannes vertreten. Beide hatten den Zug im Vorfeld im wesentlichen mitorganisiert, Gabriele Hinrichs trat auch als stellvertretender Zugmarschall auf.

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Gleichwohl sagt Bernd Hinrichs, dass er „erschreckt“ gewesen sei über den Müll und Dreck, der insbesondere im Bereich des Gasthauskanals am Sonntag auf der Straße und den Grünanlagen an den Seiten gelegen habe. „Manche Leute sollten sich schämen dafür, was sie alles wegschmeißen. Und dass massenweise Gläser auf dem Boden landen, gab es zu meiner Jugendzeit nicht.“ Aber der PCV könne „nicht überall seine Augen haben“.

Beschwerden werden bei Manöverkritik thematisiert

Der Zugmarschall kündigte an, dass die Beschwerden bei der noch anstehenden Manöverkritik mit Polizei, Ordnungsamt und THW Thema sein werden. Eine Konsequenz für das kommende Jahr könnte laut Hinrichs sein, die Verwendung von Kunststoffbechern vor und während des Zuges bei Gastronomie am Straßenrand zur Auflage zu machen. Oder auch einen zusätzlichen privaten Ordnungsdienst zu fordern. Im Hinblick auf Toilettenhäuschen, von denen es Hinrichs zufolge etwa 20 entlang der Zugstrecke gab, sieht er das Soll erfüllt.

Die Zahl der Zuschauer schätzt der Zugmarschall derweil auf „eher 20.000“. PCV-Präsident Wolfgang Heyen hatte am Sonntagabend gegenüber unserer Redaktion 12.000 angegeben.

Vor allem am Gasthauskanal und am Grader Weg hatten sich während des Karnevalsumzugs in Papenburg viele Zuschauer aufgehalten. Sie hinterließen beispielsweise einigen Müll und zerbrochenes Glas auf der Fahrbahn und den Grünstreifen. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

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