Schüler für Technik begeistern „Telegraphie“-Ausstellung in der Papenburger Michaelschule

Von Jennifer Kemker


Papenburg. Heute werden Nachrichten über das Mobiltelefon nicht nur an einzelne Personen, sondern gleich an ganze Gruppen verschickt. Die Sonderausstellung „Telegraphie“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg klärt die Schüler der Papenburger Michaelschule indes darüber auf, wie die Nachrichtenübertragung entstanden ist.

„Mit der Ausstellung wollen wir den Schülern zeigen, was hinter dem Smartphone steht und wie die Übertragung von Nachrichten entstanden ist“, erklärte Manfred Hermanns, Dozent für Elektrotechnik an der Oldenburger Universität. Neben dem Flügeltelegrafen, der am Anfang der Nachrichtenübertragung stand, wird in der Ausstellung auch das Morsealphabet in den Blick genommen.

Ausstellung beinhaltet 18 Experimente

Mit 16 Studenten arbeitete Hermanns das Projekt in 13 Wochen aus. Jeder der Studenten widmete sich einem Thema, das den Schülern dann praxisorientiert gezeigt werden kann. Mithilfe von Forschungshandbücher werden die Jungen und Mädchen der Papenburger Michaelschule durch die Ausstellung geführt und haben laut Hermanns die Möglichkeit selber 18 Experimente durchzuführen und sich etwa am Morsealphabet auszuprobieren. Materialien und Exponate stellte Rudi Evers aus seinem Radiomuseum in Papenburg zur Verfügung.

Insgesamt sechs Wochen wird die Ausstellung im Forum der Schule zu sehen sein. Dabei bietet sie nach den Worten von Manfred Hermanns leichte und schwere Inhalte, sodass die präsentierten Ausarbeitungen für jede Klassenstufe geeignet sind. „Wir wollen so das Interesse für Technik wecken“, erklärt Hermanns.

Mit Forscherhandbuch die Ausstellung entdecken

Schulleiter Thomas Springub ist stolz, die Ausstellung in der Oberschule zeigen zu können. „Es ist wichtig für die Schüler, dass sie erfahren, wie die Übermittlung von Inhalten angefangen hat“, sagte Springub bei der offiziellen Eröffnung und bedankte sich für die Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg. Als ein besonders wertvolles Instrument zur Erarbeitung der Forschungsinhalte nannte der Schulleiter das Forscherhandbuch, mit dem die Schüler eigenständig die Ausstellung entdecken können.