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„Classic vs. Pop“ kommt bei Publikum gut an Kontrastreiches Experiment im Papenburger Theater glückt

Von Anna Heidtmann


heid Papenburg. Ob Werke von Schubert oder selbstkomponierter Elektro-Pop – das zweigeteilte Konzert „Classic versus Pop“ mit Höhepunkten aus dem „mensch.musik.festival“ der Musikhochschule Münster ist bei den gut 200 Zuschauern im Papenburger Theater auf der Werft gut angekommen.

Rund vier Stunden lang präsentierten die begabten Münsteraner Musikstudenten ein kontrastreiches Programm und wurden dafür immer wieder mit lang anhaltendem Applaus belohnt.

Freude über gemischtes Publikum

„Es war ein Experiment“, sagte Kulturreferent Ansgar Ahlers nach der Premiere für Papenburg und freute sich über das sehr gemischte Publikum, das ihm zufolge nicht nur von der Anzahl her, sondern auch in Bezug auf die unterschiedlichen Altersgruppen alle Erwartungen des Veranstalters übertroffen habe. „Mit zwei verschiedenen Musikrichtungen zwei Generationen zusammenzubringen, das war der Plan“, sagte Ahlers.

Klassik zum Auftakt

Im ersten, rund eineinhalbstündigen Konzertteil wurde auf der in Kerzenschein gehüllten Bühne klassische Musik zu Gehör gebracht. Den Auftakt machte das „aTerraQuartett“ mit Werken von Franz Schubert und Dimitri Schostakowitsch. Erstmals gemeinsam auf der Bühne standen anschließend der gebürtige Aschendorfer Jörg Christian Fresse (Cembalo) und Franziska Ecker (Akkordeon). Die Akteure glänzten sowohl als Duo als auch solo mit Stücken von Johann Mattheson, Aram Chatschaturjan und Hermann Schröder, bevor das „Schubert Oktett“ zum Abschluss Werke des gleichnamigen Komponisten erklingen ließ.

Für ein erfülltes Leben mit Musik

„Wir wollen junge Menschen auf ihrem Weg zu einem erfüllten Leben mit Musik begleiten“, erläuterte Hella Katterfeld von der Musikhochschule Münster. Der Ursprung der Musikhochschule sei eindeutig klassisch ausgerichtet. Bei der Pop-Abteilung hingegen handele es sich um ein „ein junges, aber sehr geliebtes und vielfältiges Kind der Musikhochschule“, so Katterfeld.

Übergang im Foyer

Den Übergang zum anschließenden Pop-Teil der Veranstaltung leiteten René Gwinner und Simon Gritzka bereits während der Pause im Foyer ein. Auf der Bühne begeisterten anschließend das Duo „Damian Ketteler und Joanne by the Chapel“ und die Band „Looking for Ella“ mit ihren größtenteils selbstkomponierten, englischsprachigen sowie die sechsköpfige Gruppe „Shari Sophie und Band“ mit ihren deutschsprachigen Popsongs.

Dickes Lob für JUZ-TV

Großes Lob gab es aus den Reihen der Zuschauer nicht nur für die Akteure, sondern auch für die Jugendlichen von JUZ-TV. Sie hatten während des Konzertes das Bühnengeschehen auf eine große Leinwand projiziert und dabei die Darsteller mit Spezialeffekten ins rechte Licht gerückt.