Schüler entwickeln Konzept Tipps bei BBS Papenburg zur Nachwuchswerbung bei Feuerwehren

Von Jennifer Kemker

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Dem Nachwuchsmangel in den Freiwilligen Feuerwehren entgegenwirken wollen (von links) Marina Heller, Lilija Zajceva, Daniel Siebert, Paul Hackling, Richard Bretz, Frank Tholen, Markus Heller und Hans Nowak. Foto: Jennifer KemkerDem Nachwuchsmangel in den Freiwilligen Feuerwehren entgegenwirken wollen (von links) Marina Heller, Lilija Zajceva, Daniel Siebert, Paul Hackling, Richard Bretz, Frank Tholen, Markus Heller und Hans Nowak. Foto: Jennifer Kemker

Papenburg. „Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einer Notlage, aber niemand ist da, um Ihnen zu helfen“ – mit diesen Worten hat Marina Heller den Theo-Prax-Vortrag ihrer Gruppe zur Erstellung eines Konzeptes zur Nachwuchsförderung für Freiwillige Feuerwehren am Beispiel der Samtgemeinde (SG) Sögel an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Papenburg begonnen.

Löschen, Bergen, Schützen und Retten sind die zentralen Punkte der Arbeit von Feuerwehren. „Damit diese Arbeit auch gemacht und das Szenario nicht eintritt, brauchen wir Einsatzkräfte vor Ort“, sagte Heller. Als Team „112 % Zukunft“ arbeiteten Heller, Richard Bretz, Daniel Siebert, Paul Hackling und Lilija Zajceva zusammen mit dem Ersten SG-Rat Hans Nowak, dem Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Sögel, Frank Tholen, und seinem Stellvertreter Markus Heller an einem Konzept.

Info- und Schnupperabende

Als Empfehlung sprach die Gruppe aus, Informationsabende für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern zu organisieren, Schnupperabende zu veranstalten und durch den Ferienpass und Werbegeschenke die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf die Arbeit der Jugendfeuerwehr zu lenken. Bei diesem Hobby würden die Jugendlichen auf die Einsatzarbeit vorbereitet, praktisch und theoretisch ausgebildet und gestalteten die Jugendarbeit in der jeweiligen Kommune aktiv mit.

Umfrage in Dörpen und Sögel

Für das Problem des Nachwuchsmangels in vielen Feuerwehren entwickelte das Schülerteam eine Umfrage, in der laut Hackling 274 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren in Sögel und 192 Kinder in Dörpen befragt wurden. Dabei habe sich gezeigt, dass 42 Prozent der Befragten aus der Samtgemeinde Dörpen Interesse an der Jugendfeuerwehr hätten, in der Samtgemeinde Sögel seien es 53 Prozent gewesen. Als konkurrierende Hobbys wurden Hackling zufolge Fußball, Schwimmen und Tanzen genannt.

Teamgeist, Leidenschaft und Spaß

Aus welchen Gründen Jugendliche in der Jugendfeuerwehr in Sögel mitwirken, ging aus einem Kurzfilm hervor. Dabei nannten sie den Teamgeist, die Leidenschaft und den Spaß an der Arbeit.

Neben den Jugendlichen gehören aber auch andere Aspekte zu der Gründung einer Jugendfeuerwehr. Wie Siebert beschrieb, müssen Betreuer gefunden werden, Personal ausgebildet werden, die Jugendarbeit gestaltet und die Formalitäten geklärt werden. „Mit diesen Tipps steht der Nachwuchsförderung nichts mehr im Weg“, beendete Bretz den Vortrag.


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