Ausschuss billigt Zuschuss Ja zu 50.000 Euro für Einbau der Walcker-Orgel in Papenburg

Von Gerd Schade

Mit 50.000 Euro soll die Stadt Papenburg den Einbau der Walcker-Orgel in die St.-Antonius-Kirche fördern. Symbolfoto: colourbox.comMit 50.000 Euro soll die Stadt Papenburg den Einbau der Walcker-Orgel in die St.-Antonius-Kirche fördern. Symbolfoto: colourbox.com

Papenburg. Mit 50.000 Euro – verteilt über die Haushaltsjahre 2018 und 2019 – soll die Stadt Papenburg den Einbau der Walcker-Orgel in die St.-Antonius-Kirche finanziell unterstützen. Dafür hat sich der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur nach längerer Diskussion einstimmig ausgesprochen.

Auf Wunsch der SPD-Fraktion wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung um zwei Punkte ergänzt. Zum einen wurde festgehalten, dass der Zuschussbetrag gedeckelt wird. Zum anderen ist mit der Finanzspritze sichergestellt, dass auch die Stadt Zugriff auf die Kirche als Konzertsaal erhält.

Einbau kostet eine Million Euro

Wie mehrfach berichtet, hat die katholische St.-Antonius-Kirchengemeinde die Orgel zum symbolischen Preis von 1 Euro erworben. Die Kosten für den Einbau sind mit einer Million Euro veranschlagt. Der Bund fördert den Einbau mit 100.000 Euro. Ab 2020 soll die Orgel im „langen Anton“ erklingen.

Pfarrer erfreut

Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer zeigte sich von dem Signal des Ausschusses erfreut. Die Walcker-Orgel sei ein „national bedeutendes Instrument“ und ein großer Mehrwert für die Stadt. Schon jetzt gebe es nationale und internationale Anfragen von Organisten, die auf dem Instrument spielen wollten. Wie Lanvermeyer in der Ausschusssitzung weiter ausführte, könne er sich überdies TV-Aufnahmen für Konzerte sowie eine Fernsehdokumentation über den Einbau vorstellen.

„Eine einmalige Chance“

Ausschussvorsitzender Burkhard Remmers (CDU) sprach von einer einmaligen Chance und einem Musterbeispiel für die Leistungsfähigkeit der Menschen im Emsland. „Wir gehen Wege, die andere nicht gehen“, sagte Remmers.

SPD: Ein Sündenfall

Peter Raske (SPD) erkannte hingegen zunächst „einen Sündenfall der kulturellen Förderung“ und verwies darauf, dass der Landkreis Emsland sich deshalb auch nicht beteilige. „Wir machen hier ein Fass auf, dass wir nicht wieder zu kriegen“, meinte Raske im Hinblick auf das Wecken weiterer Begehrlichkeiten. Er zeigte sich davon überzeugt, dass eine Million Euro für den Einbau nicht reichen würden. Deshalb müsse der städtische Zuschuss gedeckelt werden. Uli Nehe (parteilos) meinte, dass es ein „gewaltiges Armutszeugnis“ für die Stadt wäre, wenn sie hier nicht in die Förderung einsteige.