Ausschuss stimmt für „Grand Voyage Díner“ Musikalisch-kulinarische Zeitreise in Aschendorf

Von Gerd Schade

Aufstand der Papenburger: So in etwa soll das „Projection Mapping“ aussehen, mit dem die Historie des Gutes Altenkamp in Bild und Ton an die rückwärtige Fassade des Gutsgebäudes geworfen wird. Projektion: Papenburg KulturAufstand der Papenburger: So in etwa soll das „Projection Mapping“ aussehen, mit dem die Historie des Gutes Altenkamp in Bild und Ton an die rückwärtige Fassade des Gutsgebäudes geworfen wird. Projektion: Papenburg Kultur

Aschendorf. Eine hochwertige musikalisch-kulinarische Zeitreise erwartet Besucher des Gutes Altenkamp Mitte September 2018 in Aschendorf. Einstimmig billigte der Ausschuss für Wirtschaft, Kultur und Tourismus das Budget (55.000 Euro) für das „Grand Voyage Díner“.

Vor der Abstimmung hatte Kulturreferent Ansgar Ahlers mithilfe einer Präsentation für das Spätsommer-Event, das er mit den Schlagworten innovativ, exquisit und exklusiv skizzierte. „Das hat es so in Papenburg noch nicht gegeben“, sagte Ahlers. Zum Programm gehören eine interaktive geschichtliche Reise von den Gründerjahren bis in die Gegenwart, bei der die Gäste im Gutsgebäude mit Schauspielern in entsprechend historischer Kostümierung (beispielsweise einem italienischem Wandmaler) ins Gespräch kommen, ein Barock-Essen mit Musik sowie eine spektakuläre Abschlussshow mit Projektionen zur Geschichte an der rückwärtigen Altenkamp-Fassade nach Sonnenuntergang – ein dreigeteilter Abend für Leib und Seele sozusagen. Das „Grand Voyage Díner“ soll Ahlers zufolge der Höhepunkt des Veranstaltungsjahres auf Gut Altenkamp werden und künftig im jährlichen Wechsel mit dem Steamfest stattfinden, das 2017 erstmals durchgeführt worden war.

Wie Ahlers weiter ausführte, soll mit dem „Díner“ bewusst ein anderes Publikum angesprochen werden. Das muss im Übrigen auch zahlungskräftig sein. Denn eine Karte soll 96 Euro kosten. Das Spektakel soll an drei aufeinanderfolgenden Tagen, vom 14. bis zum 16. September 2018, stattfinden.

Nachhaltiger Werbeeffekt

Der Kulturreferent verspricht sich von der Veranstaltung einen ebenso großen wie nachhaltigen Werbeeffekt für Altenkamp. Ziel sei es unter anderem, die „spannende Historie“ bekannter und Geschichte interaktiv erfahrbar zu machen. Zudem solle Gut Altenkamp dadurch als attraktiver touristischer Ort hervorgehoben und weitere Ausstellungen und Events auf dem Gut sollten beworben werden.

Beginn im Keller

Bei der interaktiven Zeitreise werden die Teilnehmer Ahlers zufolge auf Vertreter der Generationen Von Velen und Behnes treffen. In Achtergruppen soll es durch das Gebäude gehen, wo die Besucher – beginnend bei dem Bau des Gutes im 18. Jahrhundert im Keller – beispielsweise dem Maurermeister begegnen und mit ihm ins Gespräch kommen.

Kein klassischer Rundgang

„Dabei erfährt die Gruppe beispielsweise, wie mühselig die Arbeit war oder wie einzigartig das Kellergewölbe ist“, erklärte Ahlers. Über die Wandmalereien im Obergeschoss soll es ins Esszimmer und von dort zum Dinner in den Garten gehen. Ahlers zufolge handelt es sich nicht um einen klassischen Rundgang. Stattdessen würden die Schauspieler mit szenischen Darstellungen die jeweiligen Epochenschritte des Gutes hautnah nachspielen. Später beim Essen würden die Darsteller in ihren Rollen mit am Tisch Platz nehmen. In Gesprächen mit ihnen könnten die Teilnehmer noch mehr über die Charaktere und ihre Geschichte erfahren. Bei der Abschlussshow handelt es sich um ein sogenanntes „Projection Mapping“, bei dem in einer imposanten Gestaltung von Bild und Ton nochmals alle historischen Charaktere in den Fenstern auftauchen und interagieren.

Freude über „frischen Wind“

Ausschussvorsitzender Burkhard Remmers (CDU) zeigte sich begeistert von Ahlers’ Präsentation. „Es geht wirklich ein frischer Wind durch Papenburg Kultur“, sagte er. Andreas Eissing (CDU) sprach von einer herausragenden Idee und meinte, dass allein das Zusehen bei der Präsentation schon Spaß gemacht habe. Peter Raske (SPD) zeigte sich hingegen skeptisch. Trotzdem stimmte er für das Díner – um Erfahrungen mit einer solchen Veranstaltung zu sammeln, wie er sagte.