Bürgermeister sieht keinen Imageschaden Papenburg will Amt für Ersten Stadtrat möglichst schnell ausschreiben

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Die Stadt Papenburg will die Neubesetzung der Position des Ersten Stadtrates und Kämmerers sow schnell wie möglich ausschreiben. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper/ArchivDie Stadt Papenburg will die Neubesetzung der Position des Ersten Stadtrates und Kämmerers sow schnell wie möglich ausschreiben. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper/Archiv

Papenburg. Nach dem vorzeitigen Amtszeitende für Papenburgs Ersten Stadtrat Martin Lutz steht noch nicht fest, ob der Posten bereits zum 1. Juli 2018 neu besetzt wird. Einen Schaden für das Ansehen der Stadt durch die personellen Auseinandersetzungen im Rathaus sieht Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) nicht.

„Die Verwaltung prüft derzeit, wie und zu welchem Zeitpunkt die Position des Ersten Stadtrats neu ausgeschrieben werden soll“, erklärt Bechtluft auf Anfrage unserer Redaktion. Am Dienstag hatten sich das Stadtoberhaupt und Lutz, deren Arbeitsverhältnis seit Jahren als schwierig galt, vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück darauf geeinigt, das Wahlbeamtenverhältnis des Ersten Stadtrates und Kämmerers zum 30. Juni 2018 zu beenden. Gewählt worden war Lutz vom Stadtrat im Frühjahr 2012 bis zum 31. März 2020. Im vergangenen Sommer schickte der Rat ihn nach gescheiterten Abwahlbestrebungen im Jahr zuvor mit einem deutlichen Mehrheitsbeschluss vorzeitig in den Ruhestand.

„Möglichst zeitnah“

Die Ausschreibung für die Neubesetzung solle möglichst zeitnah erfolgen, erklärt Bechtluft. „Ob eine Neubesetzung schon zum 1. Juli gelingt, wird sich im Verfahren zeigen.“ Der Vorschlag zur Vorgehensweise werde dann „natürlich zuerst mit der Politik“ erörtert.

Erfahrung als Führungskraft gefragt

Wie Bechtluft auf Nachfrage erläutert, müsse der Bewerber mehrjährige Erfahrung als Führungskraft vornehmlich aus einer Verwaltung oder verwaltungsähnlichen Einrichtung mitbringen. „Zudem sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium mit mindestens einem Mastergrad oder eine vergleichbare Qualifikation nötig“, so der Verwaltungschef. Bevor die vor sechs Jahren die Wahl auf Lutz gefallen war, hatte sich die Kandidatensuche als schwierig erwiesen. Nach einer öffentlichen Ausschreibung hatte Bechtluft seinerzeit mehrere Kandidaten persönlich angesprochen, die allerdings aus persönlichen oder beruflichen Gründen, aber auch aufgrund „der politischen Verhältnisse im Papenburger Stadtrat“ abgesagt hätten, wie der Bürgermeister damals erklärte.

„Regelmäßig auch in anderen Städten“

Einen Imageschaden für die Stadt aufgrund der aktuellen personellen Querelen wie zuletzt mit dem Ersten Stadtrat oder den Führungsstreit im Kulturamt sieht Bechtluft nicht. „Solche Konflikte gibt es regelmäßig auch in anderen Städten und Gemeinden, das ist keine Papenburger Spezialität“, meint er. Zu seinem Bedauern würden sie in der Fehnstadt jedoch deutlich öffentlichkeitswirksamer ausgetragen als anderswo. „Auch wenn dies unschön und für alle Beteiligten nervenaufreibend ist, kann ich einen nachhaltigen Imageschaden für die Stadt nicht erkennen“, betont Bechtluft.

Als familienfreundlich zertifiziert

Zudem unternehme die Stadtverwaltung zahlreiche Anstrengungen, um ihre Attraktivität als Arbeitgeberin zu erhöhen. So sei Papenburg erst vor Kurzem erneut als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert worden. „Auch unser Gesundheits- und Präventionsprogramm sowie die Möglichkeiten zur flexiblen Arbeitszeiteinteilung sind gute Angebote für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Zu guter Letzt zeige die stetig steigende Anzahl an Beschäftigten bei der Stadt, „dass die Verwaltung in der Lage ist, die frei werdenden Stellen gut und zeitnah zu besetzen“.


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