SPD stellt Antrag im Finanzausschuss Neue Skatebahn in Papenburg angedacht

Von Mirco Moormann

Die Skatebahn hinter dem Jugendzentrum ist in die Jahre gekommen und liegt laut Meinung der Ausschussmitglieder auch nicht zentral genug. Foto: Mirco MoormannDie Skatebahn hinter dem Jugendzentrum ist in die Jahre gekommen und liegt laut Meinung der Ausschussmitglieder auch nicht zentral genug. Foto: Mirco Moormann

Papenburg. Im Rahmen der Haushaltsberatungen der Stadt Papenburg hat die SPD sich für eine neue Skatebahn in der Stadt stark gemacht. Unterstützung gab es dafür im Ausschuss für Finanzen und Controlling von allen Seiten.

Wie Peter Raske von der SPD mitteilte, ziele der Antrag darauf ab, eine Skateanlage sowie eine „Dirtbahn“ als neuen Treffpunkt für junge Leute vorzusehen und in den Haushalt dafür 10.000 Euro einzustellen. Die Dirtbahn, so heißt es in dem schriftlichen Antrag der Sozialdemokraten, ist eine Variante des Radsports und ermöglicht das Springen über Erdhügel mit einem BMX oder einem Dirtbike (Mountainbike). Ziel ist es, mit Sprüngen in der Luft Tricks zu machen. Die Räder, die man bei diesem Sport verwendet, haben einen kleinen und stabilen Rahmen. Sie sind einfach ausgestattet, um Gewicht zu sparen und dadurch leichter Tricks machen zu können. Da die Skatebahn beim Jugendzentrum am Untenende abgebaut werden soll, hätten die Jugendlichen dann einen weiteren Treffpunkt.

Zustimmung aller Fraktionen

Zustimmung gab es für den Vorschlag von allen Fraktionen. Hermann Wessels (CDU) meinte, dass die Anlage im Zentrum errichtet werden solle, um auch die Aufenthaltsqualität für die Jugendlichen zu erhöhen. Raske sagte, dass durch einen neuen, attraktiven Ort auch der Vandalismus im Stadtpark zurückgefahren werden könne. „Wir müssen für die jungen Leute mehr tun“, so Raske, der auf die fehlende Beschäftigung der Jugendlichen ansprach.

Über den Ort, an dem die neue Skateanlage und die „Dirtbahn“ entstehen soll, haben sich die Ausschussmitglieder noch nicht verständigt. Ursprünglich sollten die Anlagen laut SPD am Obenende entstehen, diesen Passus nahm Raske aber wieder zurück. Annette Pöttker (CDU) schlug vor, den Antrag im Jugendausschuss weiter zu beraten und auch die Jugendlichen selbst mit einzubeziehen.

10.000 Euro für Umsetzung nicht ausreichend

Bürgermeister Jan Peter Bechtluft gab zu bedenken, dass mit einer Summe von 10.000 Euro ein solches Vorhaben nicht umsetzbar sei. „Die Kosten für solche Bauvorhaben betragen ein Vielfaches“, so der Bürgermeister. Raske erklärte, dass es vorerst Ziel sei, einen Posten in den Haushalt einzustellen, um die Planungen weiter vorantreiben zu können.

Radio soll wieder in Papenburg gemacht werden

Ein weiterer Antrag der SPD sah vor, die Ems-Vechte-Welle wieder nach Papenburg zu holen. Wie Raske mitteilte, sei der Weg für viele potenzielle Radiomacher aus Papenburg nach Werlte, wo sich das Studio für das nördliche Emsland befinde, zu weit. Deshalb solle das Studio wieder nach Papenburg geholt werden. Raske schlug vor, die jährliche Förderung seitens der Stadt von derzeit 5000 auf 20.000 Euro zu erhöhen. Auch diesem Vorschlag stimmten die restlichen Fraktionen grundsätzlich zu. Wessels betonte, dass aber zuerst Gespräche mit den Betreibern gesucht werden und ebenfalls in den politischen Gremien weiter beraten werden solle, worauf sich alle Beteiligten einigten. Auch Bechtluft sagte, dass das Studio der Ems-Vechte-Welle „eine Bereicherung“ für die Stadt sein könnte.

Stadtplanung gut aufgestellt

Keinen Konsens konnte im Ausschuss für den Antrag der SPD auf Erhöhung des Ansatzes für Stadtplanung und Stadtentwicklung gefunden werden. Laut SPD sollte der Haushaltsansatz um 38.000 auf 420.000 Euro angehoben werden, um mithilfe einer fundierten Stadtplanung ein Konzept für die Stadtentwicklung auszuarbeiten. Seitens der Stadtverwaltung teilte Stadtbaurat Jürgen Rautenberg mit, dass derzeit kein Bedarf an Stellen für die Stadtplanung bestehe. Bechtluft ergänzte, dass sich der Fachbereich, falls Bedarf bestehe, schon melden werde und dann womöglich nachgebessert werden kann. Dieser Argumentation folgten die Ausschussmitglieder und stimmten gegen den Antrag, bei zwei Ja-Stimmen der SPD-Abgeordneten.