Mehr Erkrankungen als in Vorjahren Bisher 195 Fälle von Grippe im Landkreis Emsland

Von Daniel Gonzalez-Tepper

Der Südkreis Emsland, also Lingen, Spelle, Freren oder Salzbergen, ist von der Grippewelle derzeit am stärksten betroffen. Symbolfoto: Maurizio Gambarini/dpaDer Südkreis Emsland, also Lingen, Spelle, Freren oder Salzbergen, ist von der Grippewelle derzeit am stärksten betroffen. Symbolfoto: Maurizio Gambarini/dpa

Meppen. Im Landkreis Emsland sind in diesem Winter bisher mehr Menschen an Influenza (Grippe) erkrankt als zum gleichen Zeitpunkt 2017 und auch 2016. Besonders schlimm betroffen ist der Südkreis.

Das geht aus einer Anfrage unserer Redaktion an den Landkreis hervor.

Aktuell liegen insgesamt 195 gemeldete Influenza-Infektionen für die Saison 2017 bis 2018 vor (Stand 5. Februar 2018), teilte Anja Rohde, Sprecherin der Kreisbehörde, mit. Davon entfallen 108 Fälle auf den Südkreis und 60 auf die Mitte des Landkreises. Vergleichsweise glimpflich kommt bisher das nördliche Emsland mit 26 gemeldeten Influenza-Fälle davon.

Höchststand im vergangenen Jahr im Februar

„Der Vergleich zu den Vorjahren zeigt, dass im Januar dieses Jahres mehr Fälle gemeldet wurden“, teilte Rohde weiter mit. Dem Gesundheitsamt wurden in den ersten 30 Tagen 2018 125 Influenza-Fälle bekannt. Im Januar 2016 waren es nur fünf Fälle, im Januar 2017 50.

(Weiterlesen: Grippewelle rollt in Niedersachsen an)

Im vergangenen Jahr hatte es im Februar mit 224 gemeldeten Fällen einen Höchststand gegeben, im Februar 2016 waren es nur 51 Fälle. Mit 67 Fällen bis zum 5. Februar 2018 liegt der Wert bereits darüber. „Es ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen“, teilte Rohde mit. Insgesamt waren in der Grippesaison von Oktober 2016 bis April 2017 319 Influenza-Infektionen gemeldet worden. In der Saison 2015/2016 gab es im gleichen Zeitraum 176 registrierte Fälle, 2014/2015 waren es nur 96.

Schutzimpfung wird empfohlen

Die Behörden und die Krankenkassen werden wegen der gestiegenen Zahl der Fälle nicht müde zu betonen, dass eine Impfung Schutz vor einer Erkrankung bieten kann. Empfohlen wird sie vor allem für Risikopatienten. Dazu zählen Menschen über 60 Jahre, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen.

(Weiterlesen: Noch mehr Grippeerkrankte im Emsland 2017)