Umsetzung erst 2023 und 2024 Bahnhöfe in Aschendorf und Lathen werden aufwendig saniert

Von Daniel Gonzalez-Tepper


Aschendorf/Lathen. Die Deutsche Bahn (DB) plant die Sanierung der Bahnhöfe in Aschendorf und Lathen. Den Umfang der Arbeiten und die dafür notwendigen Kosten wurden bereits ermittelt. Noch ist allerdings Geduld gefragt.

Der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers hatte jüngst bei einem Besuch des sanierten Bahnhofs in Geeste-Osterbrock gute Nachrichten mitgebracht. Er lobte bei seinem Ortstermin nicht nur die gelungene Erneuerung des Bahnhofs und dessen Umfelds in der Gemeinde im mittleren Emsland, sondern berichtete auch, dass Geld für die Sanierung weiterer Bahnhöfe im Emsland bereitgestellt werden wird. Hilbers sprach von 12,8 Millionen Euro für die Bahnhofsmodernisierungen in Aschendorf, Lathen und Salzbergen, die schon von der DB, dem Land und der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) vorgesehen seien.

Bis das jedoch erledigt sein wird, werden noch viele Züge über die Emslandlinie rollen. Denn nach Angaben von Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Bahn für die Region Nord, ist die Sanierung der Bahnhöfe für die Jahre 2023/2024 (Lathen) und 2024/2025 (Aschendorf) geplant. Im April 2015 war bei einem Besuch des Konzernbevollmächtigten der DB für Niedersachsen, Ulrich Bischoping, von einer Sanierung „ab dem Jahr 2017“ die Rede. Insgesamt geht es dabei Meyer-Lovis zufolge um 40 Bahnhöfe in Niedersachsen, für die bis 2025 147 Millionen Euro bereitstehen.

Neuer Außenbahnsteig

Was genau gemacht werden soll, hat die DB derweil bereits im Detail festgelegt. In Aschendorf wird Meyer-Lovis zufolge ein neuer, barrierefreier Außenbahnsteig mit 210 Meter Länge und 67 Zentimeter Höhe gebaut. Dadurch kann der „Zwischenbahnsteig“ entfallen und wird zurückgebaut. Auch die Beleuchtung soll komplett erneuert werden, ein neues Wetterschutzhaus errichtet und eine digitale Anzeige mit Lautsprecher installiert werden. Die geplanten Kosten beziffert der Bahnsprecher auf rund drei Millionen Euro.

Auch in Lathen wird ein Außenbahnsteig in ähnlicher Weise gebaut, der Bahnhof erhält eine neue Beleuchtung, ein Wetterschutzhaus und eine digitale Anzeige mit Lautsprecher. Und in der Ems-Gemeinde ist ebenfalls ein Rückbau von dann nicht mehr benötigten Anlagen geplant. Auch für dieses Vorhaben wurden die voraussichtlichen Kosten bereits ermittelt und liegen bei 3,5 Millionen Euro, also etwas höher als in Aschendorf.

An Sanierung des Bahnhofsumfeldes beteiligt

In Geeste-Osterbrock hatten sich die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), der Landkreis und die Gemeinde an der Erneuerung des Bahnhofsumfeldes beteiligt, beispielsweise in Form einer Radabstellanlage, Behinderten- und Kurzzeitparkplätze sowie einer barrierefreien Bushaltestelle. Ob oder in welchem Umfang dies auch in Aschendorf und Lathen passiert, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Entsprechende Förderanträge liegen dem LNVG auch noch nicht vor, wie ein Sprecher mitteilte.