Verwaltung reagiert auf Vandalismus Papenburg will Stadtpark früher schließen

Von Gerd Schade

Bereits mit Einbruch der Dunkelheit will die Stadt Papenburg künftig den Stadtpark schließen. Foto: Gerd SchadeBereits mit Einbruch der Dunkelheit will die Stadt Papenburg künftig den Stadtpark schließen. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Die Stadt Papenburg will ihren Stadtpark künftig früher schließen als bisher. Grund sind mehrere Fälle von Vandalismus.

Das Thema steht auf der Tagesordnung für die nächste Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur, der am Mittwoch, 7. Februar 2018, ab 17 Uhr im Rathaus tagt. Wie aus der Vorlage der Stadtverwaltung hervorgeht, soll der Stadtpark künftig mit Einbruch der Dunkelheit geschlossen werden. „Die Öffnunsgzeiten variieren entsprechend nach den Jahreszeiten“, heißt es in der Beschlussempfehlung der Verwaltung. Bislang ist der Stadtpark, der dank der Landesgartenschau 2014 deutlich und nachhaltig aufgewertet werden konnte, von 5.30 bis 22.30 Uhr geöffnet. Wer sich länger als 22.30 Uhr in der Anlage aufhält, kann sie durch ein Drehkreuz an der Bürgermeister-Hettlage-Straße verlassen.

Der Stadtpark sei einer schönsten Orte in Papenburg, heißt es in der Vorlage. Er diene vor allem der Erholung und sein ein touristischer Knotenpunkt. Zudem werde er als Lauf- und Radfahrstrecke sowie von Menschen aller Altersklassen genutzt. Auf dem Mehrgenerationenspielplatz träfen sich vor allem junge Familien.

Umso trauriger sei es, dass es immer wieder zu Zerstörungen im Stadtpark komme. Ende 2017 seien erneut Mülleimer zerstört beziehungsweise gestohlen worden. Zudem sei das große Holzxylophon auf dem Mehrgenerationenspielplatz zerstört worden und die Täter hätten in der großen Tunnelrutsche an der Waldreling offenbar ihre eigenen Exkremente zurückgelassen (wir berichteten).

„Die Instandsetzung und Neuanschaffungen gehen zulasten des Steuerzahlers“, so die Verwaltung. Als ersten und kostengünstigsten Schritt erachtet sie eine Einschränkung der Öffnungszeit. „Sollte diese Maßnahme nicht ausreichen, müssen weitere Anpassungen folgen“, heißt es abschließend.

In den vergangenen zwei Jahren kam es zu mehreren Vandalismusvorfällen im Stadtpark. Ende Januar 2016 wurde versucht, die Kameras auf der Waldreling abzuschrauben und zu entwenden. Im Oktober desselben Jahres erklärte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU), dass die Schäden durch Zerstörungswut kein Grund seien, um Eintrittsgelder für den Park zu erheben.

(Weiterlesen: Holt Stadt Papebburg das Dschungelcamp in den Stadtpark? – Kolumne von Helmut Tropen)