Festgottesdienst in Papenburg Pastor Weusthof feiert Jubiläum mit 700 Gästen

Von Klaus Dieckmann

In den Mittelpunkt der Feier seines 50-jährigen Priesterjubiläums stellte Pastor Gerrit Weusthof (links) die ökumenische Bewegung von Taizé. Rechts Bruder Hendrik, ein Verwandter des Papenburger Geistlichen. Foto: Klaus DieckmannIn den Mittelpunkt der Feier seines 50-jährigen Priesterjubiläums stellte Pastor Gerrit Weusthof (links) die ökumenische Bewegung von Taizé. Rechts Bruder Hendrik, ein Verwandter des Papenburger Geistlichen. Foto: Klaus Dieckmann

Papenburg. Fast vier Jahrzehnte wirkt Pastor Gerrit Weusthof als Seelsorger in der Kirchengemeinde St.-Josef in Papenburg. Am Samstag feierte der 78-jährige Geistliche gemeinsam mit 700 Gläubigen in dem Gotteshaus im Vosseberg das Goldene Priesterjubiläum.

Lang anhaltender Applaus brandete auf, als Pastor Weusthof begleitet von Fahnenabordnungen mehrerer Vereine, Messdienern und Glaubensbrüdern zur Festmesse anlässlich seines 50-jährigen Priesterjubiläums einzog. Viel könne der Jubilar ja nicht verkehrt gemacht haben, wenn die St.-Josef-Kirche so voll besetzt sei und er mit so herzlichem Beifall empfangen werde, nahm Dechant Franz Bernd Lanvermeyer in seiner Begrüßung die Stimmung im Kirchenrund auf.

„Gerrit Weusthof ist der gute Geist und das Gesicht von St. Josef“, betonte Lanvermeyer. Er habe mit seiner Person und seinen vielen Ideen das Profil der Kirchengemeinde im Vosseberg nachhaltig geprägt. Pastor Weusthof verkörpere in besonderer Weise christliche Barmherzigkeit und Nächstenliebe vor allem für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen.

„Ihre Projekte und Initiativen haben Papenburg zu einem besseren Ort gemacht“, würdigte stellvertretender Bürgermeister Jürgen Broer das Wirken von Pastor Weusthof. Als bedeutsamstes Vorhaben sprach er den Sozialen Ökohof an, den der Geistliche im Jahr 1989 gegründet hatte. Broer ersparte sich die „vielen weiteren Fußabdrücke“ aufzuzählen, die der Priester in der Stadt hinterlassen habe. Vielmehr richtete er ein persönliches Wort an Weusthof, der ihn und seine Familie in verschiedenen Lebenslagen begleitet habe. Dafür sprach er dem Seelsorger seinen Dank aus und unterstrich: „Sie sind authentisch.“

Den besonderen Charakter von Weusthof spiegelt auch das Grußwort von Bischof Franz-Josef Bode wider, das Dechant Lanvermeyer verlas. Der 78-Jährige sei ein sensibler Hirte der Gemeinde, ein glaubwürdiger Streiter für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Zudem sei er ein frommer und bescheidener Mensch. „Papst Franziskus hätte seine helle Freude an ihnen“, zitierte Lanvermeyer unter dem Beifall der Festgemeinde aus dem Schreiben von Bode. „Wir hoffen, dass der Papst noch lange Freude an ihnen hat“, bekräftige der Dechant die Worte des Bischofs.

Pastor Weusthof, geboren am 12. Dezember 1939, stammt aus der niederländischen Ortschaft Weerselo. Er studierte Theologie in Frankfurt, Sankt Georgen und Münster. Am 3. Februar 1968 empfing er im Dom zu Osnabrück die Priesterweihe. Stationen seines seelsorgerischen Wirkens waren Sögel und Nordhorn bevor ihn das Bistum am 1. Juli 1978 zum Pfarrer von St. Josef in Papenburg berief. Als Pfarradministrator begleitete er die Fusion der Kirchengemeinden St. Antonius und St. Josef am Untenende und trägt über seinen offiziellen Ruhestand im Dezember 2014 hinaus zum christlichen und sozialen Leben in der Stadt bei.

Geprägt war die Jubiläumsfeier in St. Josef auf Wunsch von Weusthof in besonderer Weise von den Idealen der ökumenischen Glaubensgemeinschaft im französischen Taizé. Bruder Hendrik, der der Gemeinschaft des internationalen Männerordens angehört und ein Verwandter des Papenburger Priesters ist, sprach in der Messe und persönlichen Begegnungen über sein Leben und Arbeiten. Als sichtbares Zeichen für das Anliegen von Pastor Weusthof lag vor dem Altar eine von Kerzen umrahmte Nachbildung des Kreuzes von Taizé.