Jugendsitzung in Papenburg Karnevalsnachwuchs feiert erfolgreiche Premiere

Von Florian Feimann

Beste Stimmung herrschte beim Jugendkarneval, an dem auch das Prinzenpaar Anja I. und Christian I. teilnahmen. Foto: Florian FeimannBeste Stimmung herrschte beim Jugendkarneval, an dem auch das Prinzenpaar Anja I. und Christian I. teilnahmen. Foto: Florian Feimann

Papenburg. Erstmals hat der Papenburger Carnevals Verein (PCV) mit einer Jugendsitzung den Narrennachwuchs gefeiert. Die Kinder und Jugendlichen sahen – teils mit ihren Eltern – in der Stadthalle ein eigens für diese Sitzung auf die Beine gestellte Programm. Durch die Programmpunkte führte die 18-jährige Nina Leffers.

Auch auf der Bühne der Juka-Sitzung, kurz für Jugendkarneval, war der Nachwuchs aktiv. Neben der „Minigarde“ und den „Mini-Mariechen“ war auch wieder Sängerin Dena Lindemann, bekannt als „2BeMax“ auf der Bühne.

Ihre Bühnenpremiere feierten Simon Witte und Madita Panjer mit einem Comedyprogramm über Eltern und das Messengerprogramm „Whatsapp“. Die Witze über nervige Klingeltöne und missverstandene Abkürzungen in dem Chatprogramm sorgten beim jungen Publikum für Lacher – und einige Eltern erkannten sich augenzwinkernd wieder.

Ebenfalls erstmals auf der Bühne stand Sängerin Jamilla Jonker, die die Songs „Wings“ und „Rise Up“ interpretierte. Die Band „House of Duty“ sorgte in der zweiten Hälfte des zweistündigen Programms für gute Stimmung. Tanzeinlagen gab es von den Gruppen „Wild and Crazy“ und „Scream Out“ des SV Papenburg. Die meisten Lacher der Sitzung heimste Bauchredner Uwe Maas ein, der Kinderprinz Erik I. und ein Mitglied des Kinderelferrats als lebendige Bauchrednerpuppen einsetzte.

Am Rosenmontag, 12. Februar, folgt der Kinderkarneval in Festzelt auf dem Marktplatz am Untenende. Ab 15 Uhr feiern die jungen Narren dann wieder.

Bereits am Freitagabend war der ehemalige Bundesminister Rudolf Seiters mit dem Gerd-Bliede-Orden ausgezeichnet worden. Seiters, der seit 1994 Mitglied des PCV ist, stellte mit einer vielseitigen Büttenrede seinen Humor unter Beweis. Dabei kritisierte er „Bestechung und Korruption“ beim Fußballweltverband FIFA ebenso wie Profisportler, die auf möglichst hohe Gehälter aus sind. „Wo gibt’s denn noch treue zum eigenen Verein?“, fragte Seiters.

Großes Lob gab es dagegen für die Ehrenamtlichen: „Wir helfen mit Zeit und mit Geld, denn nach „lieben“ ist „helfen“ das schönste Wort der Welt!“ Politisch wurde Seiters mit einem Seitenhieb auf die aktuellen Koalitionsverhandlungen in Berlin, die er als „Verhandlungskrawall“ betitelte. Er mahnte die Beteiligten zu weniger Egoismus: „Erst kommt das Land und dann die Partei.“

Eine Laudatio auf den Preisträger hielten PCV-Ehrenpräsident Lukas Kampeling und der niedersächsische Landtagsvizepräsident Bernd Busemann (CDU) mit einem Rückblick auf Seiters‘ Leben. So erzählte Kampeling, Seiters habe seine Frau Brigitte 1974 zu einer Hochzeitsreise an den Starnberger See überredet, um im nahen München das Finale der Fußball-WM im Stadion verfolgen zu können.

„Immer sachlich und fair, aber schelmisch veranlagt“ beschrieb Busemann den Politiker Seiters. Besonders wohlgefühlt habe dieser sich im Parlament: „Da konnte der mit feiner Klinge ordentlich austeilen“, so Busemann.

Das mehr als dreistündige Programm rund um die Verleihung des Karnevalsordens gestalteten wieder viele Tanz- und Gesangsgruppen. PCV-Präsident Wolfgang Heyen war „superzufrieden“ mit dem Verlauf der Sitzung.