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Treffen an Karsamstag in Papenburg Autotuner im nördlichen Emsland gründen einen Verein

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Mit der Resonanz auf den 2. Papenburger Tuningday, der im Rahmen des Stadtfestes am Papenburger Untenende stattfand, waren die Organisatoren sehr zufrieden. Foto: Sammlung TimmerMit der Resonanz auf den 2. Papenburger Tuningday, der im Rahmen des Stadtfestes am Papenburger Untenende stattfand, waren die Organisatoren sehr zufrieden. Foto: Sammlung Timmer

Papenburg. Die Freunde des Autotunings in Papenburg und Umgebung haben einen Verein gegründet, der unter anderem regelmäßige Treffen der Szene organisieren soll. Ein solches ist für Karsamstag, 31. März 2018 in Papenburg geplant.

Zum Vorsitzenden wählten die insgesamt neun Gründungsmitglieder Mark Timmer. Der 29-Jährige aus Rhede hat in den vergangenen zwei Jahren bereits an der Organisation des „Papenburger Tuning Day“ mitgearbeitet und viele Gespräche mit der Stadt sowie der Polizei geführt, damit die Treffen der Tuningszene organisiert ablaufen und „Störenfriede“, die es unter den Autotunern manchmal gibt, im Zaum gehalten werden.

Der Verein wird „Crazy Ride Emsland“ heißen. „Die Mitglieder stammen aber nicht nur aus dem Emsland“, berichtet Timmer. So stammt der stellvertretende Vorsitzende Stefan Gruhle aus Saterland im Landkreis Cloppenburg und die Schatzmeisterin Silke Bilicic wohnt in Leer. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten des Vereins wird aber in Papenburg und der direkten Umgebung stattfinden. Zur Schriftführerin wurde die Papenburgerin Jennifer Wessels gewählt.

Kommunikation mit Behörden verbessern

In der beschlossenen Satzung heißt es zum Vereinszweck unter anderem, die verschiedenen Kulturen innerhalb der Tuningszene sollen gefördert und zusammengeführt werden. Außerdem soll die Kommunikation zwischen Szene und Legislative (zum Beispiel Behörden und Polizei/Justiz) unterstützt werden. Dazu haben in den vergangenen Wochen bereits mehrere Gespräche zwischen Vertretern der Stadt Papenburg und Tunern, die jetzt auch Mitglied geworden sind, stattgefunden. Auch Bürgermeister Jan Peter Bechtluft war bei einem Gespräch dabei, berichtet Timmer.

(Weiterlesen: Papenburger Tuner organisieren zweites legales Treffen)

Die erste Aktion des Vereins soll ein Treffen am Karsamstag, 31. März 2018, sein, wenn möglich in Papenburg. Mehrere Gespräche mit der Stadt und anderen Beteiligten sind geführt, entschieden ist aber noch nichts, so der Vorsitzende. Beim Programm sind die Tuner schon weiter: Voraussichtlich zwischen 10 und 18 Uhr soll es ein Rahmenprogramm geben mit Food-Truck, einer US-Car-Ausstellung, Kinderaktionen wie Schminken, eine Tombola und ein „Sound-Contest“, bei dem der Klang und die Lautstärke von Autoradioanlagen bewertet werden. Zudem werden in 14 Kategorien getunte Fahrzeuge von einer Jury begutachtet und die schönsten mit Pokalen prämiert. Geplant sind drei solcher selbst organisierter Tunertreffen, zum Saisonauftakt im Frühjahr, im Sommer und zum Saisonabschluss im Herbst. Auch der gemeinsame Besuch von Tunertreffen in anderen Städten sollen zu den Aktivitäten gehören.

Treffen am „Car-Freitag“ sollen sich erübrigen

Der Verein „Crazy Ride Emsland“ hofft Timmer zufolge, dass sich durch das offizielle Treffen die unorganisierten und größtenteils illegalen Treffen am Karfreitag, in der Szene auch als „Car-Freitag“ bekannt, erübrigen. Die Stadt Papenburg hatte 2017 sogar eine Allgemeinverfügung erlassen, das während des gesamten Karfreitags und im kompletten Stadtgebiet galt, um Ruhestörungen und andere Rechtsverstöße zu verhindern. Es galt für Fahrzeugführer, deren Autos gegenüber der Serienproduktion an Karosserie, Fahrwerk, Motorleistung, Auspuff oder Bereifung technisch verändert wurden. 2016 hatten sich an Karfreitag mehr als 400 Autotuner auf dem Parkplatz des Media-Marktes und des Deverparks in Papenburg getroffen, dabei hatte es massive Beschwerden von Anwohnern wegen des Lärms gegeben. Die Polizei hatte aber auch andere Ordnungswidrigkeiten festgestellt.


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