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30.01.2018, 18:44 Uhr KOMMENTAR

Zum Wilhelm-Polak-Platz in Papenburg: Bei Kritik im Ton vergriffen

Ein Kommentar von Gerd Schade


Das Schlussgebet sprach der Kantor der jüdischen Gemeinde Osnabrück, Baruch Chauskin (rechts), an der Seite von Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Inna Polak, Esther Argentato und Oliver Polak (von links). Foto: Gerd SchadeDas Schlussgebet sprach der Kantor der jüdischen Gemeinde Osnabrück, Baruch Chauskin (rechts), an der Seite von Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Inna Polak, Esther Argentato und Oliver Polak (von links). Foto: Gerd Schade

Papenburg. Die Kritik von Oliver Polak an der Stadt Papenburg im Umgang mit dem Gedenken an seinen Vater Wilhelm ist im Kern nachvollziehbar und auch nicht unberechtigt. Wie er sie in Teilen jedoch vorgetragen hat, war unflätig, überzogen und an der Grenze zum Eklat.

Hier hat sich der Grimme-Preisträger deutlich im Ton vergriffen und bei seinem pauschal beleidigenden Rundumschlag auch diejenigen brachial vor den Kopf gestoßen, die sich aufrichtig um das so wichtige Wachhalten der Erinnerung bemühen. Das sind die falschen Adressaten. Dazu zählen im Übrigen auch die Schüler des Klezmer-Ensembles des Gymnasiums Papenburg, die unverdient ihr Fett wegbekamen. Kritisch-mahnende Worte sind wichtig und richtig, übles Nachtreten ist nicht angemessen.


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