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28.01.2018, 17:28 Uhr KOMMENTAR

Zur Papenburger Krankenhausbilanz: Kein Grund zur Panik

Kommentar von Gerd Schade

Das Marien-Hospital in Papenburg muss für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 950.000 Euro rechnen. Symbolfoto: ColourboxDas Marien-Hospital in Papenburg muss für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 950.000 Euro rechnen. Symbolfoto: Colourbox

Papenburg. Die aktuellen Bilanzzahlen des Papenburger Marien-Hospitals weisen zwar einen zu erwartenden Verlust aus, sind aber kein Grund zur Panikmache. Ein Kommentar.

Beobachter müssen gar nicht so weit in die Vergangenheit zurückgehen, um sich schmerzhaft daran zu erinnern, dass das Papenburger Krankenhaus im Jahr 2010 finanziell vor dem Beinahekollaps stand. Gerettet durch einen Verbund mit Hospitälern in Sögel, Leer und Lingen und einer starken Trägergesellschaft wurde das Haus konsolidiert. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

Und doch gab es in den vergangenen Jahren trotz den landesweit lähmenden Krankenhaus-Investitionsstaus, den auch Papenburg zu spüren bekommt, wieder vermehrt positive Signale. Dazu gehören der anstehende Umbau der zentralen Notaufnahme, die Erweiterung der Kardiologie sowie die von der Geschäftsführung im vergangenen Dezember Einstellung von zehn zusätzlichen Ärzten. Die Richtung stimmt.

Parallel muss das Marien-Hospital weiter täglich daran arbeiten, das Vertrauen der Menschen in Papenburg und Umgebung weiter zurückzugewinnen. Denn davon ist vor allem in der Zeit vor dem rettenden Eintritt in den Verbund viel verspielt worden.

Dass auf diesem Weg auch im Vergleich zu anderen Krankenhäusern in der Region noch deutlich Luft nach oben ist, hat die jüngste Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Patientenzufriedenheit gezeigt. Aber auch hier gibt es Anzeichen für eine Verbesserung: Eine Facebook-Debatte zur Bewertung des Papenburger Ergebnisses der Studie beispielsweise verlief weitgehend ausgewogen. Das hätte vor einigen Jahren noch ganz anders ausgesehen.


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