Pflegearbeiten und Beseitigung von Sturmschäden Papenburg lässt Bäume vor Campingplatz fällen

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Auf dem Gelände vor dem Campingplatz „Zum Poggenpoel“ in Papenburg hat die Stadtverwaltung Bäume fällen lassen. Foto: Gerd SchadeAuf dem Gelände vor dem Campingplatz „Zum Poggenpoel“ in Papenburg hat die Stadtverwaltung Bäume fällen lassen. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Nach Kahlschlag sieht es derzeit auf dem Gelände vor dem Papenburger Campingplatz „Zum Poggenpoel“ beim Demonstrationswald aus. Die Stadt lässt auf dem gesamten Areal Baumpflegearbeiten durchführen und verspricht eine entsprechende Aufforstung.

Wie Stadtsprecherin Karin Evering auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, umfassen die Arbeiten, die von der Firma Fortwengel aus Spahnharrenstätte ausgeführt werden, außer „allgemeinen Pflegearbeiten und Beseitigung des Aufwuchses“ auch das Fällen von Bäumen. Letzteres erfolgt Evering zufolge im Zuge der Beseitigung von Sturmschäden sowie des Dekra-Gutachtens. Hinzu kommen nach Angaben der Stadtsprecherin Kronenschnitt, das Entfernen von Totholz sowie das Aufarbeiten einer Erweiterungsfläche. „Im Bereich des Parkplatzes werden Büsche und Sträucher zurückgeschnitten beziehungsweise teilweise entfernt, um den ursprünglichen Zustand des Parkplatzes wiederherzustellen und diesen grundsätzlich aufzuwerten“, erklärt Evering. Sie verweist darauf, dass die Arbeiten zuvor mit dem zuständigen Sachbearbeiter für Umweltschutz abgestimmt worden seien. Zudem werde „ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine entsprechende Aufforstung erfolgen wird“.

Eine Leserin sprach gegenüber unserer Redaktion davon, dass rund um den Campingplatz „enorm gerodet“ worden sei. „Volkes Stimme“ – bei täglichen Spaziergängen nach den Worten der Leserin immer wieder vernommen – habe sich „erstaunt, verärgert oder wütend“ geäußert.

Wald nach Sturmtief gesperrt

Das schwere Sturmtief „Friederike“ Mitte Januar war auch über das nördliche Emsland hinweggezogen und hatte Rettungskräften sowie Polizei zahlreiche Einsätze wegen Verkehrsunfällen und umgestürzter Bäume entfernt. Auch im Demonstrationswald beim Campingplatz waren durch „Friederike“ mehrere Bäume umgestürzt. Die Stadt hatte den Wald daraufhin aus Sicherheitsgründen bis zum vergangenen Montag, 22. Januar 2018, gesperrt. Gesperrt worden waren zudem der Stadtpark am Untenende, der Volkspark Bokel, der Bürgerpark sowie die Gartenanlage von Gut Altenkamp in Aschendorf.

Stadt pflegt Baumkataster

Das von Evering angesprochene Dekra-Gutachten bezieht sich auf ein Baumkataster der Stadt, das seit 2013 kontinuierlich angelegt wird. Die Grunddaten für das Kataster umfassen laut Stadtverwaltung Baumart, Stammdurchmesser, Kronendurchmesser, Höhe, Lichte Höhe, Entwicklungsphase, Reifephase, Alterungsphase, Vitalität, Schiefstand und Schutzstatus. Das sich daraus ergebende Gutachten gebe Aufschluss über Pflegearbeiten. Das Baumkataster soll ein nachhaltiges Klimaschutzinstrument sein.

Der Campingplatz war im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Stadt aus Brandschutzgründen das Dauercampen dort untersagt hatte. Im Zuge der folgenden Auseinandersetzung hatte der bisherige Betreiber den städtischen Platz nach fast 20 Jahren aufgegeben. Daraufhin übernahm die Stadt den Betrieb des Platzes.


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