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25.01.2018, 17:52 Uhr KOMMENTAR

Zum Einzelhandel: Sonntagsöffnungen kein Allheilmittel

Kommentar von Gerd Schade

Verlässliche Regelungen bei der Sonntagsöffnung fordert die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg. Symbolfoto: Gero Breloer/dpa BildfunkVerlässliche Regelungen bei der Sonntagsöffnung fordert die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg. Symbolfoto: Gero Breloer/dpa Bildfunk

Papenburg. Ob anlassbezogen oder nicht – Sonntagsöffnungen allein tragen zur Verbesserung des Einzelhandels vor Ort nicht bei. Ein Kommentar.

Verkaufsoffene Sonntage nur bei konkreten Anlässen wie Volksfesten oder Märkten? Nein Danke, sagt die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg. Um den Einzelhandel vor Ort zu stärken, fordert die Kammer, den Zusatz „anlassbezogen“ aus dem Ladenöffnungsgesetz zu streichen. Sonntagsöffnungen allein werden ausblutende Innenstädte aber nicht retten.

Anders gefragt: Wie häufig müssten die Geschäfte sonntags öffnen, um schwächelnden Einzelhandelszentren einen nachhaltigen Vitaminstoß zu verpassen? Ein Allheilmittel sieht anders aus. Standortattraktivität lässt sich nur durch gemeinsame Konzepte erarbeiten. Da sind Wirtschaftsfachleute gefragt.

Womit im Streit um die Sonntagsöffnung endlich Schluss sein muss, ist die Rechtsunsicherheit. Dass die Gewerkschaft Verdi diese Lücken in der Vergangenheit intensiv genutzt hat, ist verständlich. Die Folge der juristischen Auseinandersetzung war große Verwirrung auch in Kommunen und bei Einzelhändlern in unserer Region. Das macht Kunden verdrießlich und schreckt ab. Davon profitiert am Ende niemand.


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