Überwältigende Premiere Papenburg feiert ersten offenen Neujahrsempfang mit 300 Gästen

Von Gerd Schade


Papenburg. Mit rund 300 Gästen hat die Stadt Papenburg am Mittwochabend im Atrium der Heinrich-von-Kleist-Schule ihren ersten offenen Neujahrsempfang gefeiert. Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) zeigte sich von der Resonanz überwältigt.

„Wir freuen uns riesig, dass so viele Menschen der Einladung gefolgt sind“, sagte Bechtluft. Das Stadtoberhaupt beschränkte sich bei der Premiere bewusst auf eine kurze Ansprache. Im Mittelpunkt des Empfangs sollten der gesellige und inhaltliche Austausch der Gäste stehen.

Bechtluft machte keinen Hehl daraus, dass sich die Planer im Rathaus durchaus unsicher gewesen seien, was die Resonanz auf den Abend betrifft. Bislang hatte die Stadt ihren Neujahrsempfang als geschlossene Veranstaltung im historischen Ratssaal durchgeführt.

Karton mit Kartoffelpuffer

Nun waren alle Bürger, darunter Kommunalpolitiker sowie Vertreter von Wirtschaft, Vereinen, Verbänden und Gruppen eingeladen, selbst Essen mitzubringen. So lugten aus einem Karton, den der Geschäftsführer der Verkehrswacht Aschendorf-Hümmling, Johannes Klasen, mitgebracht hatte, Kartoffelpuffer hervor. Andere steuerten ansprechend angerichtete Geflügelteilchen bei. Die mitgebrachten Speisen ergänzten das Fingerfood-Buffet, das die Stadt aufgebaut hatte. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Nachwuchsmusikerin Charlotte Kockelmann, Monika Sikora sowie das Duo „Soulfood“ (Dirk Leiner und Marc Gensior) aus Wilhelmshaven. „Für Leib und Seele ist also gesorgt“, stellte Bechtluft im Hinblick auf Musik und Essen fest.

Kalenderverkauf für guten Zweck

Ein besonderes Lob gab es für den Westoverledinger Michael Wessels. Der Fotograf aus Völlenerfehn stellte 150 Exemplare seines Papenburger Kalenders 2018 gegen eine Spende von je 5 Euro zur Verfügung. Der Erlös kommt dem Verein Leukin zugute.

Wie bereits beim Neujahrsempfang der Kolpingsfamilie St. Michael am vergangenen Sonntag (wir berichteten), skizzierte Bechtluft die herausragenden Projekte, die in Papenburg in diesem Jahr anstehen. Als größtes städtisches Bauvorhaben der Gegenwart nannte der Bürgermeister die anstehende Vollsanierung der Seeschleuse. Die Kosten allein für den ersten Bauabschnitt sind mit 20 Millionen Euro veranschlagt. „In diesem Jahr werden wir das Vorhaben so weit auf den Weg bringen, dass 2019 die Bagger rollen können“, sagte Bechtluft und sprach von einer Mammutaufgabe, die das Bauamt der Stadt vor eine große Herausforderung stelle.

Bis Mitte 2019 sollen nach den Worten des Stadtoberhauptes Sanierung und Teilneubau der Mittelkanalschule abgeschlossen sein. Für das 3,45-Millionen-Euro-Projekt hatte die Stadt im vergangenen Jahr aus Kostengründen zwischenzeitlich die Reißleine gezogen. „Jetzt soll es aber endlich losgehen“, sagte Bechtluft.

125 neue Kitaplätze

In den Startlöchern stehen die Beteiligten nach seinen Worten auch bei der Sanierung der Sporthalle der Heinrich-von-Kleist-Schule, dem Neubau einer Zweifeldsporthalle für das Gymnasium Papenburg sowie bei der Ausweitung des Kindergarten- und Krippenplatzangebotes im Stadtgebiet. Bechtluft zufolge plant die Stadt innerhalb der kommenden drei Jahre die Schaffung von fünf zusätzlichen Regelgruppen – insgesamt also 125 Plätzen. Im aktuellen Haushalt seien zunächst knapp 350.000 Euro für den Umbau der Kita St. Michael eingeplant.

Fast 40.000 Einwohner

Weitere Zuschüsse aus dem städtischen Etat 2018 sind für das Marien-Hospital (314.000 Euro) sowie Historisch-Ökologische Bildungsstätte vorgesehen. Deren Umbau und Erweiterung ist mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als drei Millionen Euro veranschlagt. Die Kosten teilen sich Stadt und Landkreis.

Bechtluft bescheinigte Papenburg überdies blühendes Wachstum. Mit aktuell exakt 39.331 Einwohnern sei die Stadt so groß wie nie zuvor. Diese Entwicklung zeige, dass Papenburg als Arbeits- und Lebensort attraktiv sei. Dass die Stadt sich so lebenswert präsentiere, sei ein Verdienst ihrer Bürger, betonte Bechtluft.