Feier in St. Josef Amnesty Papenburg präsentiert Ausstellung zum Zehnjährigen

Von Katharina Preuth


Papenburg. Gemeinsam mit geladenen Gäste aus Politik und Kultur feiern die Mitglieder der Papenburger Gruppe von Amnesty International (AI) ihr zehnjähriges Bestehen in St. Josef im Vosseberg. In einer Ausstellung schauen sie auf das vergangene Jahrzehnt zurück.

Im Eingangsbereich von St. Josef haben Mitglieder von AI Papenburg Stellwände aufgebaut. Hier informieren sie über ihre Aktionen und Erfolge aus den vergangenen zehn Jahren. Sie haben Zeitungsartikel aufgeklebt und Fotos vergrößert. Immer wieder abgelichtet ist dabei Gerold Siemer. Als Sprecher der örtlichen Gruppe sei er, und mit ihm Amnesty Papenburg, im Leben der Stadt vertreten, sagt Bürgermeister Jan Peter Bechtluft in seiner Rede. Wir würden in einer „global aufgeheizten Stimmung leben, in der Menschenrechte mit Füßen getreten werden“, so Bechtluft weiter. AI würde es schaffen, die Menschen für das Unrecht zu sensibilisieren. „Ich bedanke mich für das Engagement und die Präsenz in der Papenburger Bürgerschaft“, sagt er.

Der Kampf lohnt sich

Gerold Siemer selbst wünscht sich zum zehnten Geburtstag vor allem, dass sie irgendwann nicht mehr gebraucht werden. Doch er selbst weiß, dass es noch ein sehr langer Weg ist, bis alle Menschen in Würde leben können, so der Sprecher. Darum werden sie auch in den kommenden Jahren weiterhin unzählige Briefe, Faxe und E-Mails an die Mächtigen dieser Welt schreiben. „Die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ist unser erklärtes Ziel.“ Er werde oft gefragt, erzählt Gerold Siemer, ob sich der Kampf lohnt. Dann antworte er, dass ein Gefangener weiß, dass sich jemand um ihn und sein Schicksal kümmert, dafür leisten wir die Arbeit. „Dafür machen wir das“, so das AI-Mitglied.

Mit Beharrlichkeit

Gerrit Weustof, Pastor in St. Antonius, wünscht sich, dass dieser Abend die Gäste ermutige, sich für die Gerechtigkeit in der Welt einzusetzen. „Es ist gut, dass es Amnesty Papenburg gibt, auch wenn sie einem manchmal auf den Keks gehen mit ihrer Beharrlichkeit“, so der Pastor. Besonders bedankt er sich aber für genau diesen Nachdruck, dem es die Gruppe zu verdanken hat, dass es sie auch nach zehn Jahren noch gibt.

Wie schwer es für eine kleine Ortsgruppe ist zu überlegen, erklären Gäste aus Meppen. Vor einigen Jahren sei ihre Mitgliederzahl auf gerade einmal vier geschrumpft. Sie hätten mit dem Gedanken gespielt aufzugegen, erzählt Stefanie Bergmann, AI-Mitglied aus Meppen. Gerold Siemer haben sie es zu verdanken, dass es sie heute noch gibt. Er habe eine große Veranstaltung organisiert und so auf die Gruppe aufmerksam gemacht. Heute haben sie wieder 12 Mitkämpfer, so Bergmann.