Zuwachs trotz guter Konjunktur Zahl der Sozialhilfeempfänger im Emsland erneut gestiegen

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Die Zahl der Personen, die Ende 2016 Hilfen zum Lebensunterhalt bekommen haben, lag im Emsland bei 1105 und damit um 15 Empfänger höher als ein Jahr davor. Andreas Gebert/dpaDie Zahl der Personen, die Ende 2016 Hilfen zum Lebensunterhalt bekommen haben, lag im Emsland bei 1105 und damit um 15 Empfänger höher als ein Jahr davor. Andreas Gebert/dpa

Papenburg/Meppen. Trotz der guten Konjunkturlage ist die Zahl der Empfänger staatlicher Hilfe im Landkreis Emsland erneut gestiegen. Der Zuwachs hat sich im Vergleich zu den Vorjahren allerdings deutlich abgemildert.

Die Zahl der Empfänger, die Hilfen zum Lebensunterhalt bekommen haben, stieg innerhalb von zwölf Monaten um 15 und lag zum Stichtag 31. Dezember 2016 bei exakt 1105 Personen. Das geht aus Daten von Statistikämtern hervor, die jetzt im Internet unter regionalstatistik.de veröffentlicht wurden.

Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt sind Personen, denen grundsätzlich Leistungen für mindestens einen Monat gewährt werden. In die Statistik fließen Personen ein, die Anspruch auf Sozialhilfe im engeren Sinn haben. Dazu gehören seit 2005 im Zuge der „Hartz IV“-Gesetze nur noch Erwerbsunfähige auf Zeit, Vorruheständler mit niedriger Rente, längerfristig Erkrankte und hilfebedürftige Kinder. Grundsätzlich erwerbsfähige Hilfebedürftige erhalten Arbeitslosengeld II und Sozialgeld und fließen damit nicht in diese Statistik mit ein.

Zuwachs von 36 beziehungsweise 54 in den Vorjahren

Der Zuwachs von 15 Personen ist damit allerdings längst nicht so kräftig wie in den Jahren davor. Zwischen Ende 2014 und 2015 war die Zahl von 1054 auf 1090, also um 36 Personen, angewachsen, im Jahr davor um 54. Den niedrigsten Stand in den vergangenen zehn Jahren gab es Ende 2012, als 929 Personen „Stütze“ erhalten haben im Emsland.

Die jetzt veröffentlichten Zahlen belegen auch, dass der Zuwachs auch mit dem Zuzug von Flüchtlingen zu tun hat. Von den 1105 Personen, die Ende 2016 Sozialhilfe bezogen haben, waren 94 Ausländer. Ende 2015 betrug die Zahl der Empfänger mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit noch 44, ein Zuwachs also von 50 Personen.

551 der 1105 Sozialhilfe-Empfänger Ende 2016 waren weiblich, 94 waren minderjährig. Leicht zurück gegangen ist die Zahl der Empfänger im Rentenalter. 185 Leistungsempfänger Ende 2016 waren 65 Jahre oder älter, ein Jahr zuvor waren es noch 205. Auch die Zahl der Empfänger in der Altersgruppe 50 bis 64 Jahre ist gesunken, und zwar von 341 auf 328 Empfänger.

Weniger Empfänger in Einrichtungen untergebracht

Aufgeschlüsselt werden in der Statistik auch die Zahl der Personen außerhalb und innerhalb von Einrichtungen. Das können beispielsweise Einrichtungen der Behindertenhilfe sein, Justizvollzugsanstalten oder andere öffentliche Einrichtungen.

Die Grafik zeigt die Sozialhilfeempfänger im Landkreis Emsland in den vergangenen zehn Jahren. Quelle: Statistikämter der Länder, Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Den Zahlen zufolge waren Ende 2015 im Emsland 530 Personen Empfänger von Hilfen zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen (2015: 454), demnach befanden sich 575 Empfänger innerhalb von Einrichtungen (2015: 636).


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