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15.01.2018, 18:11 Uhr KOMMENTAR

Zu den Shisha-Bars in Papenburg: Restrisiko bleibt

Kommentar von Katharina Preuth

In Shisha-Bars ist das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung besonders hoch. Foto: Soeren Stache/dpaIn Shisha-Bars ist das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung besonders hoch. Foto: Soeren Stache/dpa

Papenburg. In Shisha-Bars besteht ein erhöhtes Vergiftungsrisiko durch Kohlenmonoxid. Auch Belüftungssysteme und Gasmelder bieten keinen Komplettschutz, sind aber ein Anfang.

In den beiden Shishas-Bars in Papenburg ist es bisher noch zu keinem Fall von Kohlenmonoxidvergiftung gekommen. Beide Besitzer bekräftigen aus nachvollziehbaren Gründen, dass so etwas bei ihnen nicht passieren kann. Sie haben Belüftungssysteme und Kohlenmonoxidmelder, die sicherlich ihren Dienst tun. Doch jeder, der selbst einmal als Gast in einer Shisha-Bar war, weiß, dass es zu Stoßzeiten sehr zugequalmt sein kann. Und das eigentliche Problem ist dabei unsichtbar.

Anders als der Rauch aus den Pfeifen ist das giftige Gas Kohlenmonoxid nicht zu sehen. Das macht es umso gefährlicher. Das einzige Gegenmittel ist frische Luft. Da das Ordnungsamt die Bars nicht andauernd im Blick behalten kann, müssen die Betreiber auch ohne spezielle Auflage für Sauerstoff sorgen. Besser als jede künstliche Belüftung sind Fenster und Türen, die regelmäßig geöffnet werden müssen und das auch im Winter, wenn von draußen kalte Luft hineinströmt.

Und ansonsten muss der Besucher selbst überprüfen, ob er an Kopfschmerzen oder Übelkeit leidet, beides erste Anzeichen einer Kohlenmonoxidvergiftung, aber leider auch Nebenwirkungen des Shisha-Rauchens. Ein Restrisiko bleibt.


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