Ein Bild von Katharina Preuth
12.01.2018, 18:18 Uhr KOMMENTAR

Papenburger Notunterkunft: Wichtige Basishilfe für Wohnungslose

Ein Kommentar von Katharina Preuth


Der Staat sollte sich mit mehr hauptamtlichen Sozialarbeitern um Wohnungslose kümmern. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa BildfunkDer Staat sollte sich mit mehr hauptamtlichen Sozialarbeitern um Wohnungslose kümmern. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa Bildfunk

Papenburg. Im Haus Arche des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer in Papenburg hält der Verein sechs Betten bereit. Die Arbeit in der Einrichtung dort wird auch von vielen Ehrenamtlichen gleistet, die eine wichtige Basishilfe leisten. Für die Mindestversorgung aber sollte der Staat sorgen und Hauptamtliche finanzieren. Ein Kommentar.

Gründe für Wohnungslosigkeit gibt es so viele, wie es Menschen ohne ein Dach über dem Kopf gibt. Nicht jedem können Einrichtungen wie das Haus Arche des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer (SKFM) in Papenburg helfen, sich wieder „festzumachen“, wie es im Jargon von Wohnungslosen heißt. Zwar ist es ein nobles Ziel, den Umherreisenden zu einer festen Wohnung zu verhelfen, doch manche landen, trotz aller Bemühungen, wieder auf der Straße.

Umso wichtiger ist die Basishilfe, die der SKFM anbietet. Dazu zählen vor allem die Notunterkünfte. Dort können die Wohnungslosen schlafen, duschen, Wäsche waschen und sich aufwärmen. Diese Möglichkeiten sind vor allem im Winter unverzichtbar.

Wie der SKFM sind viele andere Institutionen, die sich der Wohnungslosenhilfe widmen, auf die Unterstützung durch Ehrenamtliche angewiesen, und nur mit ihnen sind viele Angebote überhaupt erst umsetzbar. An dieser Stelle aber sollte der Staat einspringen und für eine menschenwürdige Versorgung der Schwächsten der Gesellschaft sorgen – auch, indem er hauptamtliche Sozialarbeiter finanziert.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN