Mann bestreitet die Vorwürfe 40-Jähriger nach sexueller Nötigung in Papenburg weiter in Haft

Von Daniel Gonzalez-Tepper

An der Verfolgung des 40-Jährigen hatten sich in der Nacht zu Sonntag mehrere Streifenwagen der Polizei beteiligt. Er konnte schließlich aufgegriffen und festgenommen werden. Symbolfoto: Michael GründelAn der Verfolgung des 40-Jährigen hatten sich in der Nacht zu Sonntag mehrere Streifenwagen der Polizei beteiligt. Er konnte schließlich aufgegriffen und festgenommen werden. Symbolfoto: Michael Gründel

Papenburg. Der 40-Jährige, der am frühen Sonntagmorgen, 7. Januar 2017, am Stadtpark in Papenburg zwei junge Frauen sexuell genötigt haben soll, bleibt in Haft. Ihm werden insgesamt drei Straftaten vorgeworfen, außerdem besteht bei dem Sudanesen Fluchtgefahr. Er bestreitet alle Vorwürfe.

Wie am Dienstag von der Polizei mitgeteilt, soll der 40-Jährige am Sonntag gegen 1.30 Uhr im Bereich des OBI-Marktes in betrunkenem Zustand zunächst zwei 23-jährige Frauen angesprochen und unvermittelt eine der beiden festgehalten haben. Beide konnten zunächst flüchten, wurden aber vom Angreifer eingeholt. Der Flüchtling, der aus dem Sudan stammt, riss der Polizei zufolge eine von ihnen zu Boden, setzte sich auf sie, schlug ihr ins Gesicht, gab ihr mehrere sogenannte Kopfnüsse und versuchte ihr das Smartphone zu entreißen. Darüber hinaus demütigte er das Opfer auf sexueller Basis, so die Beamten. Erst, als eine Gruppe weiterer Zeugen auf die Tat aufmerksam wurde, konnte der Angreifer in die Flucht geschlagen werden. Beide Frauen wurden bei dem Angriff verletzt, die Begleiterin, als sie versuchte, ihrer Freundin zu helfen.

(Weiterlesen: Mann nach Angriff auf zwei Frauen in Papenburg in Haft)

Auch einen der Verfolger verletzt

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück wirft dem 40-Jährigen sexuelle Nötigung, versuchten Raub und Körperverletzung vor. „Der Tatverdächtige soll nicht nur die beiden Frauen verletzt haben, sondern soll auch einen der beiden Männer geschlagen haben, die ihn verfolgt haben“, teilte Christian Bagung, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, auf Anfrage mit. Der Inhaftierte hat bei einer Befragung alle Vorwürfe bestritten, so Bagung weiter.

An den beiden Opfern wurde Hautabrieb gefunden. Ob diese vom mutmaßlichen Täter stammen, wird derzeit krimimaltechnisch untersucht, so der Staatsanwalt.

Justizbehörden sehen Fluchtgefahr

Weil der Sudanese in einer Flüchtlingsunterkunft in Papenburg gelebt hat und damit ein „gesichertes soziales Umfeld fehlt“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestehe Fluchtgefahr. Er wird auch deshalb vorerst in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg in Haft bleiben und sich einem Strafverfahren in Deutschland stellen müssen. Eine Abschiebung in sein afrikanisches Heimatland ist vor einem Ende dieses Verfahrens sehr unwahrscheinlich, teilte Bagung auf Nachfrage mit. Bei einer Verurteilung droht ihm nach Paragraf 177 Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.