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Mehr als 50 Haushalte betroffen Bruch in Trinkwasserrohr in Aschendorf – Wasser läuft wieder

Von Katharina Preuth und Daniel Gonzalez-Tepper


kap/dgt Papenburg. In Aschendorf an der Emdener Straße kam es am frühen Freitagmorgen zu einem Wasserrohrbruch. Infolgedessen waren mehr als 50 Haushalte ohne Trinkwasser. Seit etwa 15 Uhr fließt das Wasser wieder. Noch am Nachmittag musste ein Baum gefällt werden, weil dieser teilweise unterspült war.

An der Emdener Straße in Höhe der Hausnummer 29b herrschte schon frühmorgens reges Treiben. Rohrnetzmeister Frank Olliges war mit einem Team vor Ort. Sie waren auf der Suche nach einem gebrochenen Wasserrohr. Gegen 5.30 Uhr meldeten die Pumpen des Wasserwerkes einen Druckabfall, kurz darauf klingelte auch schon das Nottelefon. Mehr als 50 Haushalte in Aschendorf waren ohne Wasser. Seit etwa 15 Uhr fließt das Wasser nach der Reparatur und einer Spülung der Leitungen wieder.

Es war die Aufgabe von Frank Olliges, die genaue Stelle des Leckes zu finden. Dazu rissen sie mit einem Bagger den Radweg an der Emdener Straße auf einer Länge von etwa sieben Meter auf. In einer Tiefe von 1,30 Meter liegt das gebrochene Rohr unter einem an der Straße stehenden Baum. Die Mitarbeiter des Wasserverbandes legen zunächst ein Provisorium an, indem sie ein kleineres Rohr in das ursprüngliche breitere Rohr verlegen.

Noch am Freitagnachmittag rückte eine Spezialfirma an, um den Baum zu fällen. Olliges zufolge war Baum teilweise unterspült und die Standsicherheit gefährdet. Zunächst war vorgesehen, diesen Anfang der kommenden Woche zu fällen. Das beschädigte Rohr soll in der kommenden Woche durch ein neues ersetzt werden. Ab circa 15 Uhr hatten die betroffenen Haushalte wieder fließendes Wasser. Das hatte der Rohrnetzmeister bereits am Vormittag prognostiziert.

Rakers: Rohrbrüche sind nicht selten

Einen direkten Zusammenhang zu dem Wasserrohrbruch im Oktober des vergangenen Jahres ebenfalls an der Emdener Straße sieht Thomas Rakers, Geschäftsleiter des Wasserverbandes, zunächst nicht. „Rohbrüche sind nicht selten“, sagt er. Es könne an einer maroden Leitung liegen. In dem Fall müsse diese saniert werden. Aber auch Baumwurzeln können zu Schäden in den Rohren führen. Eine dritte Möglichkeit wäre eine Erschütterung durch zum Beispiel Baustellenverkehr, so der Geschäftsleiter.

Stand Wasserrohr unter Spannung?

Auch Frank Olliges wagt vor Ort noch keine genaue Prognose. Er vermutet aber, dass der Moorboden sich an dieser Stelle gesetzt haben könnte und dadurch eine Spannung auf dem Wasserrohr gelegen haben könnte. „Es kann Zufall sein, dass hier im Herbst schon einmal ein Rohr gebrochen ist“, sagt Frank Olliges.

Der aufgerissene Radweg soll Anfang kommender Woche repariert werden.