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Neuer Vorstand im zweiten Anlauf gewählt Papenburger Landjugend wendet „Aus“ ab

Von Hermann-Josef Tangen

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Führungsriege: Heiner Nee, Thomas Nee, Sascha Moll, Jens Cordes, Ulrike Walker, Annelen Koppers sowie Diözesanpräses Hartmut Sinnigen (von links). Foto: TangenFührungsriege: Heiner Nee, Thomas Nee, Sascha Moll, Jens Cordes, Ulrike Walker, Annelen Koppers sowie Diözesanpräses Hartmut Sinnigen (von links). Foto: Tangen

ta Papenburg. Die Zukunft der Papenburger Landjugend ist nun doch gesichert. Sechs Wochen nach den gescheiterten Vorstandswahlen wurde in einer Neuauflage der Generalversammlung ein neues Führungsgremium gewählt. Die Beteiligten reagierten erleichtert.

Der Bericht über das drohende Aus der Papenburger Landjugend (Ems-Zeitung vom 16. Januar) habe in der ganzen Diözese für Diskussionsstoff gesorgt, erinnerte sich Diözesanpräses Hartmut Sinnigen. Er war für die zweite Versammlung eigens aus Osnabrück angereist.

Auf der zeitweise turbulenten ersten Generalversammlung mit mehr als 100 Teilnehmern hatte sich trotz eindringlicher Appelle kein zweiter Vorsitzender gefunden, der satzungsgemäß männlich sein muss. Daraufhin wurden die Neuwahlen zum Vorstand abgebrochen und vertagt. Hätte sich auch diesmal niemand gefunden, hätte sich die Landjugend aufgelöst.

Doch dazu kam es nicht. Da die Mitglieder diesmal bereits im Vorfeld das personelle Aufgebot für eine Blockwahl festgelegt hatten, ging der Tagesordnungspunkt „Neuwahlen“ reibungslos und mit einem einstimmigen Votum über die Bühne.

„Die Papenburger Landjugend hat in der Vergangenheit hervorragend gearbeitet und wird es auch in Zukunft tun“, versprach Jens Cordes. Zusammen mit Ulrike Walker wird er die seit 52 Jahren bestehende Einrichtung künftig als Vorsitzender leiten.

„Eindeutiger geht es nicht.“ Erleichtert stellte Wahlleiter Heiner Plock fest, dass die Versammlung ohne Gegenstimmen und Enthaltungen dem vorgeschlagenen Gremium die Führung des Vereins anvertraut. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Ulrike Walker und Jens Cordes (Vorsitzende), Britta Schnieders und Michael Brake (Stellvertreter), Thomas Nee (Kasse), Annelen Koppers und Klaus-Dieter Kösters (Schriftführer), Karin Assies und Patrick Münster (Sportwarte), Heiner Nee jun. und Sascha Moll (Jugendvertreter). Darüber hinaus wurden ein Festausschuss und Kassenprüfer gewählt. Präses bleibt Anke Hildebrandt.

Damit es die Landjugend auch in 20 Jahren noch geben könne, sei es dringend geboten, dass neben dem Vorstand alle Mitglieder mehr Verantwortung übernehmen, gab Pastor Hartmut Sinnigen, der aus Papenburg stammt und selbst Mitglied dieser Einrichtung ist, seinen Kameraden mit auf den Weg.

Die 109 Ortsgruppen der Diözese würden von jungen, engagierten Leuten geführt, die sich zusammen mit den Mitgliedern in einer Fülle von Aktionen einbringen und für die Gemeinden damit ein unverzichtbares Potenzial an Mehrwert schaffen. Auch in Papenburg habe es immer wieder erfolgreiche Aktionen gegeben, die Anlegung einer Eislauffläche mit Betreuung und Rahmenprogramm vor drei Wochen (wir berichteten) sei zur Nachahmung empfohlen, betonte Sinnigen.

Als katholischer Priester wisse er, dass auch in unserer Zeit junge Leute etwas bewegen wollen und dass es sich lohne, ihnen Verantwortung zu übertragen. „Aber sie müssen lernen, was es heißt, verantwortlich zu sein.“ Sinnigen regte an, das vielfältige Angebot des Diözesanverbandes intensiver zu nutzen, und lud die Anwesenden und die Jugendvertreter zur Diözesanversammlung am kommenden Wochenende in Oesede ein.


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