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15-minütige Zeremonie für Kreuzfahrtschiff 550 Lampen für die AIDA-Taufinszenierung in Papenburg

Von Christoph Assies | 29.08.2018, 17:24 Uhr

Wenn am kommenden Freitag das Kreuzfahrtschiff "AIDAnova" an der Papenburger Meyer Werft getauft wird, sehen die rund 25.000 Zuschauer nach Angaben der Organisatoren eine bisher weltweit einmalige 15-minütige Lichtshow.

In diesen Tagen herrscht Chaos, nach Angaben der Ordner im Werfthafen aber "geordnetes Chaos". Für das bevorstehende AIDA Open Air mit der Taufe der "AIDAnova" am Freitag und dem NDR-2-Papenburg-Festival am Samstag laufen seit Wochenbeginn die Aufbauarbeiten auf dem Festivalgelände an der Meyer Werft.

Ganz hinten, am Ende des Werfthafenbeckens, kurz vor dem Deich, haben Japser Poensgen und Vivica Seybold in den vergangenen Tagen viele Stunden in ihren Bürocontainern verbracht. "AIDA Produktionsbüro" ist auf den Fenstern zu lesen. Die Hamburger bereiten die erste Schiffstaufe in Papenburg vor. Sie haben schon einige dieser Inszenierungen für die Kreuzfahrtreederei federführend begleitet. 

Weiterlesen: AIDA-Open-Air und NDR-2-Festival 2018: Tipps zur Anreise

Die Hardware steht bereits

Poensgen ist Eventmanager und war dafür verantwortlich, dass rund 550 Lampen, Spots und Laser von insgesamt 50 Technikern richtig an Bord des 337 Meter langen Kreuzfahrtschiffes verteilt wurden. "Die Hardware steht nun, wir haben in den vergangenen Tagen die Scheinwerfer und Laser programmiert und auf das Schiff ausgerichtet", erklärt der 27-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Wichtigstes Ziel bei allen Vorbereitungen sei es gewesen, die Arbeitsabläufe an Bord des Kreuzfahrtschiffes nicht zu stören. An Bord läuft der Innenausbau des vor einer Woche ausgedockten Ozeanriesen weiter. Die Zusammenarbeit mit der Meyer Werft laufe sehr gut, betont Poensgen.

Während die AIDA-Schiffe in der Vergangenheit meist während der Fahrt über die Elbe oder in Richtung Kieler Förde in Bewegung waren, wird die "AIDAnova" am Freitag ihren Liegeplatz am Ausrüstungskai der Werft nicht verlassen. "Das macht es für uns bei der Ausrichtung des Lichtes natürlich etwas einfacher, dennoch werden Kabel für dieses Event in einer ganz anderen Dimension verlegt", sagt Poensgen. Stolz ist der Veranstaltungsfachmann auf die Technik. "Wir werden am Freitag die neueste Lampen-Generation einsetzen. So etwas gab es in puncto Helligkeit, Schnelligkeit und bei der Farbintensität noch nicht." 

„"Die Taufe ist das emotionalste Event für die Einführung eines neuen Schiffes."“
Vivica Seybold, AIDA Cruises

Vivica Seybold ist in der Rostocker Zentrale von AIDA Cruises für die Live-Kommunikation verantwortlich. "Die Taufe ist das emotionalste Event für die Einführung eines neuen Schiffes, aber auch nur ein Zahnrad bei der gesamten Produkteinführung", sagt die gelernte Veranstaltungskauffrau. In der Konzernzentrale seien seit der Bekanntgabe der Taufe in Papenburg im Februar 2017 "quasi alle Fachbereiche" in die Taufe eingebunden. "Alle fiebern diesem Ereignis entgegen", sagt Seybold. Auch ihr merkt man im Gespräch die Vorfreude an. Bis dahin muss die 34-Jährige gemeinsam mit Poensgen und den weiteren Teammitgliedern aber noch einige Regie- und Ablaufbesprechungen in ihrem Bürocontainer im Werfthafen abhalten.

Viele Events im Rahmen der Taufe

Auch wenn die Lampen, inklusive Scheinwerfer auf fünf Lichttürmen an der Kaimauer, die das Schiff von außen anstrahlen werden, schon stehen, haben Poensgen und Seybold nämlich viel Arbeit. "Am Freitag gibt es ja nicht nur die Taufe, wir müssen uns auch um die einzelnen Events für die geladenen Gäste, die Presse und die Kommunikation nach außen kümmern", erklärt Seybold, die seit Ende 2010 für die Kreuzfahrtreederei mit dem Kussmund arbeitet. Ihr erstes Taufevent war das der ebenfalls in Papenburg gebauten "AIDAsol" im April 2011 in Kiel.

Damals an der Förde spielte das Wetter mit und die Sonne schien. Getauft wurde 2010 mit der "AIDAblu" aber auch schon ein neues Kreuzfahrtschiff bei Eisgang auf der Elbe. "Hier in Papenburg kann uns das Wetter eigentlich bei der Inszenierung nicht stören. Die Sicherheit der Gäste auf dem Gelände hat natürlich oberste Priorität, aber wir haben viele Wetterszenarien durchdekliniert und eine B-, C- oder D-Lösung", sagt Seybold.