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Naturgutachten dauert länger Papenburg: Bau des NP-Marktes im Kapitänsviertel verzögert sich weiter

Von Daniel Gonzalez-Tepper | 02.08.2019, 08:04 Uhr

Der geplante Bau eines NP-Supermarktes im Kapitänsviertel in Papenburg verzögert sich weiter. Der Grund: Ein ganzes Jahr lang muss die Tierwelt auf dem geplanten Baugrundstück beobachtet und aufgezeichnet werden.

"Die Kartierungsarbeiten bei der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung, kurz saP, erstreckt sich über ein Jahr. Ein Endbericht wird von unserer Seite daher für Ende September erwartet", teilte Karin Evering, Sprecherin der Stadt Papenburg, auf Anfrage mit.

Ursprünglich sahen die Planungen vor, dass die Bürger des Stadtteils zwischen Oben- und Untenende im Frühjahr in dem 1000 Quadratmeter großen Laden einkaufen können. Das zumindest hatte Architekt Holger Brake bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins Kapitänsviertel Ende November 2017 in Aussicht gestellt. Dann war der Einzug auf 2019 verschoben worden, zuletzt war von 2020 die Rede.

Bauplanverfahren ruht derzeit

Das vorgesehene Grundstück an der Kreuzung Kapitän-Venema-Straße/Mittelkanal links ist etwa 7000 Quadratmeter groß. Für den Bau hatten Stadt und Kommunalpolitik ein Planverfahren (109. Änderung des Flächennutzungsplan sowie die Aufstellung des vorhabenbezogenen B-Plans Nr. 38) auf den Weg gebracht. Dieses Verfahren ruht derzeit, wie Evering mitteilt. "Da der Inhalt und die entsprechenden Vor- und Maßgaben für den Umgang mit der Flora und Fauna noch unbekannt sind, kann das Planverfahren erst nach dem Vorliegen der saP weiterverfolgt werden", heißt es aus dem Rathaus. Wann dann das Verfahren abgeschlossen werden kann und Baureife herrscht, kann noch nicht abgesehen werden.

Investor will vier Millionen Euro ausgeben

Als Investor tritt die Gesellschaft Hoppmann Bau in Wiefelstede auf. Das Unternehmen investiert Brake zufolge rund vier Millionen Euro. An den NP-Markt, der sich derzeit noch an der Straße „Am Vosseberg“ befindet, sollen sich ein etwa 150 Quadratmeter großes Café mit Außenterrasse an einer Wasserfläche und drei kleinere Ladenlokale anschließen. Darin sollen dem Architekten zufolge ein Friseur, eine Apotheke und ein Blumenladen einziehen. Für die Kunden aller Geschäfte sind 75 Parkplätze vorgesehen.

Im Kapitänsviertel wohnen etwa 2200 Bürger. Die Supermarktkette NP gehört zu Edeka. Optisch soll der Neubau möglichst ansprechend gestaltet werden, mit Glas und Backsteinen und ohne graue Metallplatten, hatte der Architekt einst angekündigt.