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Land und Bahn schließen Vertrag Einigung über Vorfinanzierung der Friesenbrücke bei Weener

Von Daniel Gonzalez-Tepper

Seit Anfang Dezember 2015 klafft ein großes Loch in der Eisenbahnbrücke über die Ems bei Weener. Das Land und die Bahn haben sich jetzt auf eine Vorfinanzierung des 30 Millionen Euro teuren Teilneubaus der Brücke verständigt. Foto: Gerd SchadeSeit Anfang Dezember 2015 klafft ein großes Loch in der Eisenbahnbrücke über die Ems bei Weener. Das Land und die Bahn haben sich jetzt auf eine Vorfinanzierung des 30 Millionen Euro teuren Teilneubaus der Brücke verständigt. Foto: Gerd Schade

Weener. Das Land Niedersachsen hat sich mit der Deutschen Bahn Netz AG auf die Vorfinanzierung des Neubaus der Friesenbrücke verständigt. Das hat das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am Freitag mitgeteilt.

Wirtschaftsminister Lies wird in den kommenden Tagen die entsprechende Vereinbarung unterzeichnen, heißt es aus seinem Hause in Hannover und spricht von „einem weiteren wichtigen Baustein“ in der Sache. „Wir sind als Land zwar nicht zuständig, aber es ist mir ein sehr großes Anliegen, dass es zügig mit dem Teilneubau voran geht. Das erwarten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, aber vor allem auch unsere niederländischen Freunde“, wird Verkehrsminister Olaf Lies in der Mitteilung zitiert.

Bis zu 30 Millionen Euro teuer

Die Brücke über die Ems bei Weener war im Dezember 2015 von dem Frachtschiff „Emsmoon“ gerammt und zerstört worden. Wie berichtet, hatten am 28. August 2017 der Bund, das Land und die DB Netz AG eine Einigung über die Finanzierung eines modernen Teilneubaus der Friesenbrücke erzielt. Ein Baustein dieses Finanzierungsmodells ist die Vorfinanzierung von bis zu 30 Millionen Euro für die Planung und Realisierung des Vorhabens. Mit dieser Vereinbarung stelle das Land sicher, dass die ursprünglich für den „schlichten“ Wiederaufbau der Klappbrücke vorgeschossenen Mittel nun auch für eine moderne Drehbrücke verwendet werden können, heißt es vom Ministerium.

„Wir versetzen damit die Deutsche Bahn in die Lage, die Planungen für dieses Vorhaben ohne weitere Verzögerungen voranzutreiben. Ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass die Fertigstellung der Friesenbrücke und damit die Wiederaufnahme einer ununterbrochenen Schienenverbindung zwischen Leer und Groningen bis zum Herbst 2024 erfolgen kann“, betonte Minister Lies laut Mitteilung.

Zuschuss von fünf Millionen Euro

Lies stellt damit auch noch einmal heraus, dass die Entscheidung für die moderne Drehbrücke „absolut richtig und notwendig“ war. Eine verbindliche Vereinbarung zwischen dem Bund und der DB Netz AG über die Finanzierung der Mehrkosten von 20 Millionen Euro soll im kommenden Jahr geschlossen werden. Zunächst müssen die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen im Bundeshaushalt geschaffen werden. Das Land hat einen Zuschuss in Höhe von fünf Millionen Euro als seinen Beitrag zur Finanzierung der Mehrkosten zugesichert.