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220 Mitarbeiter betroffen ThyssenKrupp schließt Traditionsstandort in Emden

Von dpa

Die Emder Nordseewerke fotografiert im Juli 2015 in Emden. ThyssenKrupp will auf der ehemaligen Traditionswerft seine Niederlassung schließen. Foto: Carmen Jaspersen/dpaDie Emder Nordseewerke fotografiert im Juli 2015 in Emden. ThyssenKrupp will auf der ehemaligen Traditionswerft seine Niederlassung schließen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Emden/Essen. Der Niedergang auf der früheren Traditionswerft Nordseewerke in Emden geht weiter. Dort soll die letzte Niederlassung von ThyssenKrupp schließen. Das sorgt für Empörung in Ostfriesland und Kiel.

Der Industriekonzern ThyssenKrupp will seinen Standort im ostfriesischen Emden schließen. Die 220 Beschäftigten der ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) sollten Arbeitsplatzangebote an anderen Standorten bekommen, sagte ein Konzernsprecher am

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Ehemalige Traditionswerft Nordseewerke

Seit der Gründung im Jahr 1903 wurden auf der Traditionswerft Nordseewerke im ostfriesischen Emden mehr als 550 zivile und militärische Schiffe gebaut und repariert. Dazu gehörten Spezialschiffe, U-Boote und Fregatten. Die Werft zählte einst zu den größten deutschen Marinewerften mit bis zu 5000 Beschäftigten. 1974 hatte Thyssen die Werft übernommen und im Jahr 2010 verkauft.

Nach dem letzten Stapellauf 2009 und einem zweiten Insolvenzantrag 2015 wurde der Schiffbau eingestellt. TKMS Emden mit Technikern und Schiffskonstrukteuren blieb bisher als letzter Unternehmensteil von ThyssenKrupp in Emden. Inzwischen sind als Nachfolgeunternehmen der ehemaligen Traditionswerft die neue Nordseewerke Emden Shipyard (NES) und ein Werft- und Dockbetrieb auf dem Gelände aktiv. Sie gehören nicht zum ThyssenKrupp-Konzern. NES produziert schwere Stahlkomponenten für die Offshore-Industrie und Großbauteile für die Papenburger Meyer Werft. (dpa)

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