Für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf Krankenhaus in Leer richtet Großtagespflege ein

Von pm

Einen Blick in die Bauzeichnungen werfen (v. l.) Geschäftsführer Dieter Brünink, Hilke Boomgarden, Markus Tholen (Kaufmännischer Direktor), Dr. Martin Reckels, Marion Wellnitz (Pädagogische Leiterin  Familienservice Weser Ems), Technischer Leiter Tobias Fiedelak (Technischer Leiter), Projektkoordinatorin Claudia Liebetrau und Frank Gieselmann (Geschäftsführer Familienservice Weser-Ems). Foto: HospitalEinen Blick in die Bauzeichnungen werfen (v. l.) Geschäftsführer Dieter Brünink, Hilke Boomgarden, Markus Tholen (Kaufmännischer Direktor), Dr. Martin Reckels, Marion Wellnitz (Pädagogische Leiterin Familienservice Weser Ems), Technischer Leiter Tobias Fiedelak (Technischer Leiter), Projektkoordinatorin Claudia Liebetrau und Frank Gieselmann (Geschäftsführer Familienservice Weser-Ems). Foto: Hospital

Leer. Betreuungsangebot für Kinder bis drei Jahre: Das Borromäus-Hospital in Leer plant für Sommer 2020 eine Großtagespflege direkt in Krankenhausnähe einzurichten.

In Kooperation mit dem Familienservice Weser-Ems soll das Angebot für zehn Kinder von 0 bis 3 Jahren im Wohnheim im Erdgeschoss eingerichtet werden. Vorrangig können Mitarbeiter des Borromäus Hospitals das Betreuungsangebot in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz nutzen. „Wir freuen uns über das Angebot, für das sich die Mitarbeitervertretung (MAV) seit Jahren stark macht. Uns war es wichtig, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken. Nun können Mitarbeiter aus dem Schichtdienst ihr Kind noch vor dem Frühdienst in die Kinderbetreuung bringen“, erklärt MAV-Vorsitzende Hilke Boomgaarden in einer Pressemitteilung.  

Auch Ärztlicher Direktor Dr. Martin Reckels zeigt sich angetan: „Die Lösung einer Großtagespflege direkt am Borro ist sehr flexibel und bietet auch in Ausnahmesituationen Sicherheit für die Eltern. Wir bieten damit eine familiennahe, überschaubare und flexible Betreuung und gehen damit auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.“

Freie Plätze werden öffentlich vergeben

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, werden noch freie Plätze in der Einrichtung öffentlich vergeben. Der 1997 gegründete Verein, Familienservice Weser-Ems, übernehme die Durchführung der Bildung, Betreuung und Pflege der Kinder.

Das Gesamtinvestitionsvolumen der Umbaumaßnahmen für die Großtagespflege wird nach Angaben des Hospitals voraussichtlich rund 200.000 Euro betragen. Ein entsprechender Antrag auf Fördermittel beim Landkreis Leer sei gestellt. Das „Borro“ bildet unter dem Dach der Lingener St.-Bonifatius-Hospitalgesellschaft einen Klinikverbund mit dem Marien-Hospital in Papenburg, dem Hümmling-Hospital in Sögel und dem St.-Bonifatius-Hospital in Lingen

Zwei Betreuungskräfte

Zwei Mitarbeiter, eine pädagogische Fachkraft und eine Tagespflegeperson (Tagesmutter), werden nach dem Konzept der Großtagespflege die Betreuung der Gruppe übernehmen. Die Räumlichkeiten von rund 110 Quadratmetern gliedern sich in einen Gruppenraum mit zwei Ebenen, in dem eine Küche integriert ist, einen Ruheraum mit verschiedenen Schlafmöglichkeiten (kleinen Betten, Gitterbetten, Körbchen, Schlafpodest usw.), einen Wickelbereich/Waschraum, ein Elternzimmer, in dem Gespräche geführt werden, und einen Außenbereich. Hier werden den Angaben zufolge ein Sandkasten und eine Nestschaukel fest installiert sein. 


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