Kosten von bis zu 40 Millionen Euro Masterplan Ems: Kosten für Tidesteuerung werden geteilt

Von Mirco Moormann und PM

Das Emssperrwerk in Gandersum soll ab 2022 bei Flut zum Teil geschlossen werden, um den Schlickeintrag in die Ems zu verringern. Dazu muss der Grund auf der Ems mit Steinen verstärkt werden. Foto: Archiv/LogerDas Emssperrwerk in Gandersum soll ab 2022 bei Flut zum Teil geschlossen werden, um den Schlickeintrag in die Ems zu verringern. Dazu muss der Grund auf der Ems mit Steinen verstärkt werden. Foto: Archiv/Loger

Gandersum. Im Rahmen des Masterplans Ems steht die flexible Tidesteuerung als wichtigstes Instrument für die Schlickreduzierung im Fluss auf der Agenda. Nun steht fest, dass sich Bund und Land die Kosten des bis zu 40 Millionen Euro teuren Projektes teilen.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz haben sich in einer Vereinbarung darauf verständigt, dass die Kosten der Baumaßnahmen am Emssperrwerk in Gandersum je zur Hälfte getragen werden. 

„Die Besonderheit am Masterplan Ems ist, dass ökologische und wirtschaftliche Interessen gemeinschaftlich verfolgt werden, und alle Akteure vor Ort an einem Strang ziehen“, sagte Umweltminister Olaf Lies einer Mitteilung des Umweltministeriums zufolge. „Die flexible Tidesteuerung ist das Kernprojekt des Masterplans Ems für die Lösung des Schlickproblems und die Verbesserung der Gewässerqualität.“ 

Nach Durchführung der Baumaßnahmen, die derzeit geplant werden, soll der Flutstrom so beeinflusst werden, dass die Verschlickung der Ems verringert wird. Über die Verteilung der voraussichtlichen Kosten von rund 30 bis 40 Millionen Euro haben sich Bund und Land nun geeinigt. Die Vereinbarung wurde von Lies und von dem Präsidenten der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Hans-Heinrich Witte, unterschrieben. Witte: “Bei der flexiblen Tidesteuerung geht es darum, gemeinsam eine Lösung zu finden, die der Schifffahrt und der Umwelt dient.“ 

Weitere Hintergrundinformationen zu den Planungen gibt es auf der Internetseite der Geschäftsstelle für den Masterplan Ems 2050 beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems unter masterplan-ems.info


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