Vom 4. Juli bis 29. August Internationaler Leeraner Orgelsommer erstmals mit neun Konzerten

Von pm

Präsentierten das Programm des Orgelsommers: (von links) Martin Stührenberg, Albert Kretzmer, Roelfine Stolz, Winfried Dahlke, Uwe Wiarda, Karl Fleßner und Joachim Gehrold. Foto: Käthe DübbelPräsentierten das Programm des Orgelsommers: (von links) Martin Stührenberg, Albert Kretzmer, Roelfine Stolz, Winfried Dahlke, Uwe Wiarda, Karl Fleßner und Joachim Gehrold. Foto: Käthe Dübbel

Leer. Der 27. Internationale Leeraner Orgelsommer wird sich in diesem Jahr „in einem neuen Gewand“ präsentieren, wie die künstlerische Leitung um Winfried Dahlke und Joachim Gehrold bei der Vorstellung des Programm verlauten ließen.

Erstmalig kommen die drei großen Stadtorgeln im barocken Stil zu Gehör: Die Ahrend und Brunzema-Orgel von 1959 in der katholischen Kirche St. Marien, die Ahrend-Orgel in der Lutherkirche und die historische Orgel in der Großen Kirche. Im Jubiläumsjahr des Orgelbauers Arp Schnitger erlebe die sommerliche Reihe dadurch erstmals neun statt bisher nur sechs Konzertabende, sagte Landeskirchenmusikdirektor Dahlke. Sie beginnen jeweils donnerstags um 20 Uhr. Veranstalter sind die evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, die Lutherkirchengemeinde und die Pfarrei Seliger Hermann Lange.

Die ersten drei Konzerte erklingen in der Großen Kirche, die drei folgenden Konzerte in der Lutherkiche und die drei abschließenden in der St.-Marien-Kirche. Dort ist seit 2016 die einzigartige Ahrend und Brunzema-Orgel aus Scheveningen zu bewundern, die sich akustisch und optisch vollkommen in den Kirchenraum einfügt, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

In der Lutherkirche erklingt die Orgel von Jürgen Ahrend, die im Jahr 2000 hinter dem historischen Prospekt von H.J. Müller errichtet wurde und die ganze Klangpracht des norddeutschen Barocks in sich trägt. Mit der Restaurierung der historischen Orgel in der Großen Kirche kam das größte Orgelprojekt Ostfrieslands Ende 2018 zu einem krönenden Abschluss.

Drei große Orgeln im barocken Stil habe keine andere Stadt in Ostfriesland, sagte Dahlke. „Leer hat sich als Orgelstadt gemausert“, erklärte er. „Der Orgelsommer ist nun ein echtes ökumenisches Projekt geworden“, hob Kirchenmusikdirektor Gehrold hervor. Es freue ihn, dass die Reihe jetzt auf drei konfessionellen Säulen ruhe. Sie finanziere sich aus Spenden. So sei der Eintritt frei, man bitte aber am Ausgang um einen Obolus. Die Stadt Leer unterstütze den Orgelsommer finanziell bei den Werbungskosten. Als sehr gelungen bezeichneten die Beteiligten die von der Auricher Diplom-Grafik-Designerin Lisa Wolters gestalteten Flyer und Plakate.  

Den Auftakt des Orgelsommers bildet das Konzert am 4. Juli mit dem in Budapest geborenen Joseph Kelemen, der als Hauptor-ganist an St. Johann Baptist Neu-Ulm tätig ist. Für weitere hoch-karätige Orgelmusik wollen an den Donnerstagen darauf Bálint Karosi (New York City), Winfried Dahlke und Darija Schneidero-va (Weener), Wieland Meinhold (Weimar), Hans-Dieter Renken (Bremen), Joachim Gehrold (Leer), Eckhart Kuper (Hannover/Leipzig), Edoardo Bellotti (Bremen) und Ralf Stiewe (Papenburg) sorgen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN