Kundgebung beim Unternehmen Rund 200 Mitarbeiter äußern Unmut über Weener Plastik

Etwa 200 Mitarbeiter von Weener Plastik versammelten sich in einer Kundgebung, um gegen Stellenabbau zu protestieren. Symbolfoto: Daniel Gonzalez-TepperEtwa 200 Mitarbeiter von Weener Plastik versammelten sich in einer Kundgebung, um gegen Stellenabbau zu protestieren. Symbolfoto: Daniel Gonzalez-Tepper

Weener. Etwa 200 Mitarbeiter haben am späten Donnerstagmittag in einer Kundgebung beim Unternehmen Weener Plastik gegen Stellenabbau protestiert – mit klaren Forderungen.

Die Unsicherheit hatte sich zunächst im November 2018 breitgemacht, als das Unternehmen Kurzarbeit für den Bereich Werkzeugbau angemeldet hatte. Damals waren 108 Mitarbeiter betroffen. Anfang Januar dann verkündete Weener Plastik 90 Stellen abbauen zu wollen – nicht nur im Werkzeugbau, sondern in allen Abteilungen, wie Thomas Gelder, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Leer-Papenburg auf Nachfrage sagte. „Für den Betriebsrat war das erst einmal ein Schock.“ Als Hauptgrund, so Gelder weiter, nannte das Unternehmen das Stagnieren von Aufträgen.

Die Kundgebung nutzten die Mitarbeiter, um ihren Unmut zu äußern, sagte der 1. Bevollmächtigte. Sie forderten für die Zukunft, dass ein möglicher Stellenabbau sozialverträglich erfolgen und dass in neue Anlagen investiert werden solle, beispielsweise zur Verarbeitung recycelter Materialien. Weitere Forderungen sind ein Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrag sowie eine Laufzeit mit einem Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen. Die Unternehmensspitze selbst hatte Mitte Januar Investitionen im Produktionsbereich angekündigt, diese aber nicht näher benannt.


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