Mord mit Aussicht an der Knock Leiche lehnt an "Großen Kurfürsten" von Preußen

Die schöne Aussicht an der Knock auf dem Titelbild des Ostfriesland-Krimis von Alfred Bekker können seine Ermittler nicht genießen. Sie sind wegen eines Mordfalls vor Ort. Foto: S. Risius-HartwigDie schöne Aussicht an der Knock auf dem Titelbild des Ostfriesland-Krimis von Alfred Bekker können seine Ermittler nicht genießen. Sie sind wegen eines Mordfalls vor Ort. Foto: S. Risius-Hartwig
Susanne Risius-Hartwig

Emden. Regional-sprachliche Eigenheiten und humorvolle Passagen kennzeichnen den Ostfriesland-Krimi "Der Tote von der Knock".

Hauptkommissar Ebbo Steen von der Kripo Emden und seine jüngere Kollegin Altje Remels bekommen noch vor dem Frühstück einen Mord serviert: "Da ist einer abgeschossen worden," meldet ein Lastwagenfahrer der Polizei. "Am Schöpfwerk an der Knock." Die Leiche lehnt dem Fahrer zufolge am "Großen Kurfürsten. Sie wissen schon: Die Statue." Die Identität des Toten lässt sich schnell feststellen: Benno Jakobs aus Rysum. Jetzt sucht die Polizei nach dem Fahrer eines VW, der sich zur Tatzeit mit überhöhnter Geschwindigkeit von der Knock entfernt hat.

Opfer mit Vergangenheit

Die Ermittlungen plätschern eher harmlos dahin. Unterhaltsamen Lesestoff bietet Krimiautor Alfred Bekker derweil mit Nebensächlichkeiten voll Lokalkolorit: Wann schwenkt der Ostfriese vom Sie zum Du und welche "Sabbelei" geht den Ermittlern gehörig auf die Nerven? Warum sind die Statuen der Hohenzollern-Herrscher Wilhelm I. und Friedrich des Großen aus dem Emder Stadtpark verbannt, eingelagert und schließlich an der Knock wieder aufgestellt worden, wo sie "sich bis in alle Ewigkeit von Möwen" bekleckern lassen müssen? "Immerhin ist die Aussicht schön", denkt Hauptkommissar Steen. Der 50-Jährige Ostfriese und grübelt darüber nach, warum der Tote ausgerechnet hier drapiert wurde.

Zeuge in Gefahr

Das Ermittler-Team stellt bald fest: das Opfer hatte eine kriminelle Vergangenheit. Jakobs war war Mitglied einer Bande von Automatenknackern und hatte deswegen schon "gesessen." In jüngerer Zeit gab es Streit mit seinen alten Kumpels. Wollte der Rysumer bei der Polizei auspacken und musste deshalb beseitigt werden? Gerade als ein anderes Mitglied der Bande unter Tatverdacht gerät, kommt es zu weiteren Morden und die Zeit für die Polizei wird knapp. Denn ein Zeuge schwebt in Lebensgefahr.

Ostfriesland-Kenner

Alfred Bekker, geboren 1964, ist Autor von Krimis, Fantasy-Romanen und Jugendbüchern. Seine Romane wurden in mehrere  Sprachen übersetzt. Väterlicherseits stammt seine Familie aus Ostfriesland, sein Großvater war Bürgermeister von Twixlum, die dortige Thedastraße soll nach seiner Großmutter benannt worden sein. Bekker selbst lernte als Zehnjähriger auf dem Großen Meer das Segeln. Als Erwachsener Ostfriesland-Kenner und -Urlauber macht er nun die Region zum Schauplatz seiner Krimi-Reihe um Ebbo Steen.

"Der Tote von der Knock" (ISBN 978-3-95573-903-4) ist nach „Die Tote im Tief“ (ISBN 978-3-95573-751-1) und „Der Tote am Delft“ (ISBN 978-3-95573-825-9) der dritte Band der Reihe. Das E-Book kann in bekannten Shops für 3,99 Euro erworben werden, die Taschenbuchausgabe kostet 11,99 Euro.


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