Unangemessene Kommentare Debatte um schlecht gesicherte Stahlplatten: Polizei Leer übergibt an Staatsanwaltschaft

Ein Bild der nicht ausreichend gesicherten Stahlplatten auf einem Lkw-Anhänger hatte die Autobahnpolizei Leer bei Facebook veröffentlicht. Dieser Post wurde eifrig kommentiert, einige Aussagen darin waren beleidigend. Foto: Autobahnpolizei LeerEin Bild der nicht ausreichend gesicherten Stahlplatten auf einem Lkw-Anhänger hatte die Autobahnpolizei Leer bei Facebook veröffentlicht. Dieser Post wurde eifrig kommentiert, einige Aussagen darin waren beleidigend. Foto: Autobahnpolizei Leer

Leer. Die Polizei Leer/Emden hat nach der Debatte im Internet um nicht angemessen gesicherte Stahlplatten auf einem Lkw-Anhänger die Sichtung der Kommentare beendet. Einige davon waren beleidigend, weshalb Strafverfahren eingeleitet wurden. Die ersten Ermittlungsergebnisse wurden jetzt an die Staatsanwaltschaft Aurich übergeben.

Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage. Insgesamt wurden ihren Angaben zufolge mehr als 1500 Kommentare, die auf der Facebookseite der Autobahnpolizei Leer oder anderen, öffentlich zugänglichen Profilen des sozialen Netzwerkes veröffentlicht wurden, gesichtet. Wie viele davon aus Sicht der Polizei strafrechtlich relevant sind, wollte die Polizeisprecherin auf Nachfrage nicht mitteilen, weil darunter auch "Grenzfälle" seien, bei denen nun die Staatsanwaltschaft entscheiden müsse, ob sie weiterverfolgt werden oder nicht.

Wie berichtet, hatten Beamte der Autobahnpolizei Leer am Montag, 28. Januar 2019 gegen 8.30 Uhr auf der A31 im Bereich des Emstunnels bei Leer einen niederländischen Lkw gestoppt, der mit rund einem Dutzend Stahlplatten beladen war. Die Polizei wirft dem 53 Jahre alten Fahrer vor, die Platten, die ein Gesamtgewicht von 25 Tonnen hatten, nicht ausreichend gesichert zu haben. Statt der verwendeten fünf Zurrgurte hätten 195 verwendet werden müssen. Die Folge war ein Bußgeld in Höhe von rund 3000 Euro. 

Die Autobahnpolizei veröffentlichte ein Bild der Stahlplatten bei Facebook. Vor allem Berufskraftfahrer hatten diesen Post eifrig diskutiert, und das nicht immer angemessen. "Sie sind krank ", hieß es beispielsweise, in einem anderen Kommentar bezeichnet jemand die Polizisten als "Streifenhörnchen".


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