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Wetter erschwert Einsatz Jetzt 26 Container vor Borkum gesichtet – Spezialschiff unterwegs

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Rund 150 Kubikmeter Müll wurden inzwischen an den ostfriesischen Inseln und der Küste angeschwemmt, die aus den Containern der MSC Zoe stammen. Foto: HavariekommandoRund 150 Kubikmeter Müll wurden inzwischen an den ostfriesischen Inseln und der Küste angeschwemmt, die aus den Containern der MSC Zoe stammen. Foto: Havariekommando

Borkum. Wegen des Wetters weiterhin schwierig verläuft die Suche nach den über Bord gegangenen Container der MSC Zoe. Inzwischen sind 26 Container vor Borkum ermittelt worden. Am Wochenende soll ein Spezialschiff eintreffen, das die Bergung der Behälter erledigen soll.

Die "Atair", ein Such- und Forschungsschiff des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg, musste seinen Einsatz am Freitagmittag wetterbedingt unterbrechen. Zum Wochenende wird mit einer erneuten Wetterverschlechterung gerechnet. Sturmböen bis Windstufe neun und Wellenhöhen bis zu 5,5 Meter seien angekündigt, teilte das Havariekommando Cuxhaven, das die Suche in deutschen Gewässern koordiniert, am Nachmittag mit. Weiterhin im Einsatz seien die Schiffe "Mellum", "Neuwerk" und "Gustav Meyer".

Letztgenanntes habe den Auftrag, Treibgut aufzunehmen. Auf den Inseln und an Land konnten bisher rund 150 Kubikmeter Strandgut eingesammelt werden, davon rund 130 Kubikmeter auf Borkum, 10 auf Juist und 8 in Norden. Auf Norderney seien nur geringe Mengen gefunden worden. 

Reederei hat Bergungsunternehmen beauftragt

Zum Wochenende soll das Spezialschiff "Atlantic Tonjer" in der Emsmündung eintreffen, so das Havariekommando. Das Schiff gehört zum Bergungsunternehmen, das von der Reederei MSC beauftragt wurde. Es soll mit der Bergung von Containern in der Ems beginnen. Zusätzlich sei die "Tender 1" für Vorerkundungen zur Bergung im Einsatzgebiet. Die meisten Container liegen in einer Tiefe zwischen 20 und 30 Metern, teilte das Havariekommandos mit. Die Zahl der insgesamt über Bord gegangenen Container wurde jüngst auf 291 nach oben korrigiert. 

(Weiterlesen: „MSC Zoe“: Niederlande starten Bergung aus der Nordsee)

Niederländer setzen Saugrohr ein

Die niederländischen Einsatzkräfte haben am Freitag versucht, auf der Insel Schiermonnikoog mit einer Art Saugrohr kleine Kunststoffteile im Wattenmeer zu entsorgen. In einem Twitter-Tweet heißt es: "Plastik im Wattenmeer zu entfernen, bleibt eine große Herausforderung." In anderen Bereichen bliebe nur die Möglichkeit, das Plastik per Handarbeit aufzusammeln. Dabei forderten die Einsatzkräfte die Bevölkerung auf, beispielsweise bei einem Spaziergang die Entsorgung zu unterstützen und Müll aufzusammeln. 

Schiff liegt noch immer in Bremerhaven

Das Frachtschiff MSC Zoe liegt derweil immer noch in Bremerhaven. Die Entladung der restlichen Container gestaltet sich schwierig, weil sie teilweise ineinander verkeilt sind. Die MSC Zoe kann insgesamt rund 19.000 Container laden, es war auf der Fahrt, bei der es am Neujahrstag und in der Nacht zum 2. Januar die Fracht verlor, mit rund 8000 Containern beladen.

Die Entladung der MSC Zoe in Bremerhaven gestaltet sich schwierig, weil viele Container ineinander verkeilt sind. Foto: Havariekommando Cuxhaven



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