Medizinischer Notfall auf Schiff Rettungshubschrauber über Ems bei Weener im Einsatz

Von Gerd Schade und Frank Loger

Nahe der Friesenbrücke schwebte der Rettungshubschrauber „Christoph 26“ über dem Tankschiff „Jowi“. Foto: Frank LogerNahe der Friesenbrücke schwebte der Rettungshubschrauber „Christoph 26“ über dem Tankschiff „Jowi“. Foto: Frank Loger

gs/log Weener. Mithilfe eines Rettungshubschraubers ist ein erkrankter Seemann von Bord eines Binnenschiffes auf der Ems bei Weener geholt und an Land gebracht worden.

Nachdem zwei Besatzungsmitglieder des ADAC-Helikopters „Christoph 26“ aus Sanderbusch, darunter ein Notarzt, mit einer Seilwinde an Bord des niederländischen Tankschiffes „Jowi“ gebracht wurden, fixierten die Rettungskräfte den Seemann auf einer Trage. An Land wurde der Patient weiter versorgt und in ein Krankenhaus gefahren.

Zur Rettung angerückt waren außer dem Rettungsdienst auch die Feuerwehr Weener und die Wasserrettung der Kreisfeuerwehr Leer. Nach Angaben der Feuerwehr versuchte auch ein Boot des Zolls zu helfen. Dessen Besatzungsmitglieder seien zur Erstversorgung an Bord gegangen, hieß es.

Die spektakuläre Rettungsaktion mit dem Hubschrauber, der nach Angaben der Kreisfeuerwehr einer der wenigen in der Region ist, der über eine Winde verfügt, spielte sich etwa in Höhe der kaputten Friesenbrücke ab. Das Schiff hatte, nachdem die Besatzung einen Notruf abgesetzt hatte, an einem Poller vor der Brücke festgemacht. Nach Angaben von Kreisfeuerwehrsprecher Dominik Janßen war ein Rettungseinsatz per Boot vom Emsufer aus wegen Niedrigwassers und der starken Strömung unmöglich. „Obwohl das Schiff nur rund 50 Meter vom Deich entfernt lag, war ein direktes Erreichen der Einsatzkräfte nicht möglich“, so Janßen.


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