Zur Saison 2019 Friesenbad in Weener erhöht Eintrittspreise

Von Michael Hoegen

Markus Bakker soll eine neue Kollegin oder einen neuen Kollegen bekommen, die Stadt Weener will für das Friesenbad 2019 eine dritte Badeaufsicht einstellen. Foto: Michael HoegenMarkus Bakker soll eine neue Kollegin oder einen neuen Kollegen bekommen, die Stadt Weener will für das Friesenbad 2019 eine dritte Badeaufsicht einstellen. Foto: Michael Hoegen

Weener. Das Friesenbad in Weener wird zur neuen Saison 2019 seine Preise erhöhen, Erwachsene sollen dann 4 Euro Eintritt zahlen statt bisher 3,50 Euro, Kinder und Jugendliche 2,50 Euro statt bislang 2 Euro.

Nicht nur Einzelkarten werden teuer, auch Saisonkarten. So kostet eine Familienkarte ab 2019 dann 180 statt bisher 150 Euro, Erwachsene zahlen 120 statt bisher 100 Euro für Saisonkarten, Kinder und Jugendliche 50 statt 40 Euro.

Der Verwaltungsausschuss hat die Preiserhöhungen beschlossen, der Rat der Stadt genehmigte in seiner Jahresabschlusssitzung einstimmig den Wirtschaftsplan der Friesenbad GmbH. Dabei bleibt es beim bisherigen Zuschussbedarf. „250.000 Euro stehen unter dem Strich zu Buche“, so Hermann Welp, Erster Stadtrat und Friesenbad-Geschäftsführer.

Alle drei Jahre wird es teurer

Die Preiserhöhungen beim Freibad-Eintritt kommen nicht überraschend, alle drei Jahre wird seit 2009 über eine Erhöhung der Preise beraten und beschlossen. „Wir kalkulieren mit 28.000 Euro Mehreinnahmen in der nächsten Saison“, so Welp. „Das Geld brauchen wir auch, um im nächsten Jahr eine dritte Fachkraft einzustellen.“

Dritte Fachkraft soll eingestellt werden

Markus Bakker, er ist Meister für Bäderbetriebe, und Florian Berenz, Fachangestellter für Bäderbetriebe, stellen bislang die Badeaufsicht sicher. Das reicht laut einem Gutachten der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen allerdings nicht aus, zur besseren haftungsrechtlichen Absicherungen muss bei mehr als 800 Besuchern im Schwimmbecken eine dritte Aufsicht vor Ort sein. „Im schlimmsten Fall müssten wir das Bad bei 800 Besuchern schließen“, so Welp.

101.000 Besucher im Rekordsommer 2018

Die kalkulierten Personalausgaben liegen für 2019 bei 215.000 Euro und damit 40.000 Euro höher als in diesem Jahr. An Einnahmen durch Eintrittsgelder sind 190.000 Euro eingeplant. Im Rekordsommer 2018 mit rund 101.000 Besuchern flossen sogar 202.000 Euro an Eintrittsgeldern in die Freibadkasse.

Die Badeaufsicht könnte auch im Prinzip von Ehrenamtlichen übernommen werden, die ein Rettungsabzeichen der DLRG in Silber haben. Auf die Ehrenamtlichen will das Friesenbad auch in einigem Stundenumfang zurückgreifen. Allerdings führt an der Neueinstellung einer dritten Badeaufsicht wohl kein Weg vorbei.

Stelle wird Anfang 2019 ausgeschrieben

„Wir haben Kontakt mit der DLRG, sie hat zugesagt, 500 Stunden abzudecken“, so Welp. Allerdings: Die Freibadtechnik dürfen Ehrenamtliche nicht bedienen, „und wir benötigen die dritte Kraft hauptsächlich in der Woche, von Montag bis Freitag“. Das ist für Ehrenamtliche neben dem Beruf wohl kaum zu leisten. „Wir werden Anfang 2019 die Stelle ausschreiben“, kündigte Welp an.

Falls das Team des Friesenbades auf drei Mitarbeiter erweitert werden kann, kann das Bad auch möglicherweise eine Stunde in der Woche länger öffnen, eine Öffnungszeit bis 20.30 Uhr käme da vor allem auch Berufstätigen zugute. Bislang schließt das Bad um 19.30 Uhr.

Einen Kredit über 1,3 Millionen Euro hat die GmbH im Jahr 2009 für die Sanierung des Betriebsgebäudes aufgenommen. „Eine knappe Million Euro an Restschulden“, hat die GmbH laut Welp noch.


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