Jobs absichern Betriebsrat von Weener Plastik fordert Vertrag

Von Kai-Uwe Hanken

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Gewerkschaft und Betriebsrat fordern die Leitung von Weener Plastik auf, einen Beschäftigungssicherungsvertrag abzuschließen. Foto: Kai-Uwe HankenGewerkschaft und Betriebsrat fordern die Leitung von Weener Plastik auf, einen Beschäftigungssicherungsvertrag abzuschließen. Foto: Kai-Uwe Hanken

Weener. Nach der Betriebsversammlung bei Weener Plastik am Dienstag bleiben Fragen offen. Für den Bereich Werkzeugbau mit seinen gut 100 Beschäftigten hatte das Unternehmen Kurzarbeit angemeldet.

Die Firmenleitung will im Januar mit Betriebsrat und IG Metall erneut zusammenkommen. Das hat Thomas Gelder, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Leer-Papenburg, mitgeteilt. Die Leitungsspitze von Weener Plastik habe zugesichert, bis dahin die Forderung von Gewerkschaft und Betriebsrat zu prüfen, einen Beschäftigungssicherungsvertrag abzuschließen. Dazu sollen Gespräche mit der Konzernspitze der Weener Plastics Gruppe im niederländischen Ede geführt werden, erklärte Gelder.

Kurzarbeit für 108 Beschäftigte

Das Unternehmen für Kunststoffverpackungen hatte im November Kurzarbeit für die 108 Beschäftigten im Werkzeugbau eingeführt. Als Hauptgrund wurde der Auftragsrückgang bei Großkunden genannt. Die Maßnahme ist auf ein halbes Jahr befristet. Wie es danach weitergeht, ist offenbar noch völlig offen. „Es wurde auf der Versammlung nicht gesagt, wie lange die Maßnahme dauern soll und ob es personelle Konsequenzen im Werkzeugbau gibt“, fasst Gelder zusammen.

Hohe Kosten im Werkzeugbau

Hinzu kommt: Die Geschäftsleitung habe mitgeteilt, dass der Werkzeugbau hohe Kosten verursache. „Ein Aspekt, der vorher nie im Gespräch war“, wundert sich der IG Metall-Chef. Gelder hat darum zusammen mit dem Betriebsrat den Abschluss eines Vertrages eingefordert, der die Jobs im Werk sichern soll. „Die Forderung fand viel Beifall von den Beschäftigten“, erklärt er. Die Belegschaft gebe ihm Rückendeckung.


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