Im Jahr 1860 gefertigt Orgel in Mitling-Marker Kirche wird saniert

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Vor dem Abbau sahen sich die Beteiligten die historische Orgel in Mitling-Mark ein letztes Mal an. Das Bild zeigt (von links) Orgelbauer Harm-Dieder Kirschner, Gitta Connemann, Erika Baalmann vom Kirchenrat, Traute Schilling von der reformierten Kirche Leer, Landeskirchenmusikdirektor Wilfried Dahlke, Organist Jens Korporal und Andreas Damke vom Kirchenrat. Foto: Büro ConnemannVor dem Abbau sahen sich die Beteiligten die historische Orgel in Mitling-Mark ein letztes Mal an. Das Bild zeigt (von links) Orgelbauer Harm-Dieder Kirschner, Gitta Connemann, Erika Baalmann vom Kirchenrat, Traute Schilling von der reformierten Kirche Leer, Landeskirchenmusikdirektor Wilfried Dahlke, Organist Jens Korporal und Andreas Damke vom Kirchenrat. Foto: Büro Connemann

MITLING-MARK. Die historische Orgel in der evangelisch-reformierten Kirche Mitling-Mark wird restauriert. Möglich wurde dies durch eine Förderung in Höhe von 45.000 Euro aus dem Orgelprogramm des Bundes. Das geht aus einer Pressemitteilung der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann hervor.

1860 wurde die Orgel nach Angaben von Connemann von Brond de Grave Winter aus Leer gefertigt. Während des Ersten Weltkriegs seien die Prospekt-Pfeifen entnommen worden. Inzwischen sei das Windsystem undicht, es gebe starken Befall durch Holzwürmer und die Manualklaviatur blättere ab. Zudem ist Connemann zufolge das Innenpfeifenwerk überholungsbedürftig.

Orgel wird abgebaut und in Stapelmoor überholt

Wie die Politikerin weiter mitteilt, bereitet der Zustand der Brond-de-Grave-Winter-Orgel dem Kirchenrat schon seit Jahren Sorgen. Mit dem nun zugesagten Zuschuss könne Orgelbauer Harm Dieder Kirschner das Instrument nun abbauen und für rund ein Jahr in seiner Werkstatt in Stapelmoor überholen.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete hatte sich nach eigenem Bekunden für die Förderung eingesetzt. Connemann: „Die Orgel ist nicht nur die Königin der Instrumente. Sie ist auch das Herz einer Kirche.“ Dank des erreichten Zuschusses sei nun die Hälfte der Kosten gedeckt. Der Rest werde von der Kirchengemeinde, Stiftungen und privaten Spendern aufgebracht.

Überwältigende Hilfsbereitschaft der Kirchenmitglieder

„Die Hilfsbereitschaft unserer Mitglieder ist überwältigend“, betont Andreas Damke vom Kirchenrat mit Blick auf den Eigenanteil. „Aber uns ist auch klar: Ohne die Hilfe aus Berlin wären wir heute noch nicht so weit.“ Deshalb hatte die Kirchengemeinde Connemann eingeladen, gemeinsam einen letzten Blick auf die Orgel vor dem Abbau zu machen.

Orgelbauer Kirschner stellte ihr und den anderen Beteiligten den weiteren Ablauf dar. Noch vor der Adventszeit würden Außengehäuse und Pfeifenwerk komplett demontiert. Damit die Kirchengemeinde dennoch zu Weihnachten singen kann, wird Kirschner eine kleine Truhenorgel bereitstellen. Spätestens zur Adventszeit 2019 werden die Gemeindemitglieder dann wieder Klänge „ihrer“ historischen Orgel hören können.


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